Vize-Landrat Wallmann stellt „energetische Quartiersanierung“ bei Klimaschutzforum vor

Verwendung für Hackholz

Rainer

Witzenhausen. Noch wird das Modellprojekt mit holzigen Biomassen im Werra-Meißner-Kreis umgesetzt, da wird schon ein weiterer Schritt vorbereitet. Über „energetische Quartiersanierung“, bei der die künftig erwartete große Menge an Holzhackschnitzeln als Brennstoff eingesetzt werden könnte, berichtete Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann (Grüne) beim 2. Klimaschutzforum in Witzenhausen erstmals.

Vorgesehen ist, für sechs bereits ausgewählte, größere Gebäudekomplexe in den Städten Eschwege, Großalmerode und Witzenhausen sowie in den Gemeinden Herleshausen, Meißner und Ringgau von einem Ingenieur-Büro Konzepte zu erstellen, wie man die Energieversorgung insgesamt verbessern und auf regenerative Energien umstellen kann. Insbesondere an Nahwärme ist gedacht, so Wallmann, aber auch Photovoltaik sei denkbar. Ebenso sollen möglichst Synergieeffekte durch gemeinsames Beheizen im Quartier erzielt werden.

Wenn die Konzepte in den Kommunen umgesetzt werden, stehe die Bürgerenergiegesellschaft Werra-Meißner zur Verfügung, sagt Wallmann. Denn auf Bürgerbeteiligung wird bei dem Projekt auch Wert gelegt, nicht zuletzt weil es sonst keine Förderung dafür gibt. Es sei aber kein Zwang, sich der Bürgerenergie zu bedienen.

Für das Entwickeln der Konzepte übernimmt der Bund beziehungsweise die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) 65 Prozent der Kosten. Für 30 Prozent will der Kreis noch Förderung vom Land beantragen.

Beim Klimaforum gab Wallmann außerdem einen Überblick über den Stand in Sachen Windenergie und bekräftigte den Wunsch, dass die Photovoltaikanlagen zur Eigenstromerzeugung auf privater, kommunaler und gewerblicher Ebene weiter ausgebaut werden.

Um dazu anzuregen, stand die Photovoltaik am Nachmittag im Mittelpunkt. Den Teilnehmern wurde von Michael Otto von der Werratal Energie- und Umweltgesellschaft (Wege) der neueste gesetzliche Rahmen erläutert. Beispiele aus der Praxis stellten dann Peter Brengel vom Gebäudemanagement des Kreises, der Ellingeröder Landwirt Frank Theune sowie Matthias Dix (Berkatal-Frankershausen) für den Privathaushalt vor. (sff)

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