Elektrotechniker ist ein Beruf mit vielen Möglichkeiten

Viel mehr als ein Strippenzieher

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Auszubildender Felix Vogt schaut, welche Teile er für die nächste Baustelle benötigt: Ihm macht vor allem die praktische Arbeit und die Vielfalt im Beruf Spaß.

Mit dem Elektriker von früher hat unser Beruf heute nur noch wenig zu tun, heute ist er viel spezieller, moderner und technischer geworden“, erklärt Dominik Benning, Inhaber von Elektrotechnik Benning.

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Haus- und Gebäudetechnik, aber auch elektrische Geräte und Maschinen, sind heute viel vielschichtiger als noch vor ein paar Jahren und entwickeln sich stetig weiter, so dass man immer auf dem neusten Stand bleiben muss. „Ich habe mich nach meinem Abitur für die Ausbildung zum Elektroniker entschieden, weil ich gemerkt habe, das den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen nichts für mich ist“, so Felix Vogt, der seine Ausbildung in der Firma von Dominik Benning macht. Felix Vogt steht kurz vor seinem Abschluss, die Lehrzeit beträgt dreieinhalb Jahre, in denen man viel rund um Technik lernt. „Mir ist es sehr wichtig, das wir immer einen Auszubildenden haben und jungen Leuten eine Chance geben“, fügt Dominik Benning an.

Der Alltag des Elektronikers für Gebäudetechnik ist sehr vielschichtig: „Man hat ständig neue Probleme, für die man eigenständig eine Lösung finden muss, das macht mir sehr viel Spaß“, erklärt Auszubildender Felix Vogt. Egal ob auf der Baustelle oder im Haus- und Kundendienst, auch mit Kunden hat man viel Kontakt, jeden Tag warten neue Aufgaben auf einen Elektroniker. Als Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, wie der Beruf komplett heisst, plant man elektrotechnische Anlagen von Gebäuden sowie deren Energieversorgung und Infrastruktur. Man installiert die Anlagen, nimmt sie in Betrieb und wartet oder repariert sie bei Bedarf. Beleuchtung und LEDs installieren, Waren ausliefern, aufstellen und anschließen, Wartungsarbeiten, aber auch komplette Sanierungen von Altbauten gehören zum alltäglichen Berufsbild.

Gute Mathenoten benötigt

Für die Ausbildung als Elektroniker sollte man einen sehr guten Hauptschulabschluss oder Realschulabschluss mitbringen, vor allem eine gute Note in Mathe ist wichtig. „Ansonsten sollte man vor allem Interesse am Beruf und an Technik mitbringen, man sollte handwerkliches Geschick besitzen, flexibel und körperlich belastbar sein und Spaß am praktischen Arbeiten vorhanden sein“, fügt Benning an. Um den echten Alltag der Elektroniker kennenzulernen empfiehlt sich im Vorfeld der Ausbildung ein Praktikum, auch gerne über die Schule. In der dreieinhalbjährigen Ausbildung besucht man die Beruflichen Schulen in Witzenhausen, dazu kommt eine überbetriebliche Ausbildung in Lauterbach. Dabei werden größere Probleme behandelt, die für viele der Ausbildungsbetriebe nicht alltäglich sind. Die Möglichkeiten nach der Ausbildung sind vielfältig wie der Beruf selbst: Man kann sich weiterbilden zum Techniker oder Meister und damit dann sogar studieren und es bis zum Ingenieur schaffen. Natürlich kann man sich auch selbstständig machen und sein eigener Chef sein: Dominik Benning hat diesen Schritt vor sechs Jahren mit 31 Jahren gewagt und führt nun sein eigenes Unternehmen mit sechs Angestellten. (sb)

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