Werratalverein Südringgau rüstet sich mit Projekt Ideenschmiede für die Zukunft

Viel mehr als nur Wandern

Herzensprojekt: (großes Foto, von links) Helmut Schmidt und Klaus Gogler am Herleshäuser Denkmal zur Erinnerung an die Spätheimkehrer, das die Mitglieder des Zweigvereins wieder hergerichtet haben. Der Werratalverein hat im Südrinngau eine Tradition bis 1921 (kleines Foto). Fotos: Spanel/Archiv

Herleshausen. Wandern, sagt der Herleshäuser Klaus Gogler, sei ohne Zweifel die bekannteste Sparte des Werratalvereins. Und doch sei es zu kurz gegriffen, den Zweigverein Südringgau auf die regelmäßigen Touren zu reduzieren.

„Denn die Mitgliedschaft“, sagt Gogler, „ist Heimatliebe pur.“ Diese will er in Abstimmung mit dem Vorstand des Zweigvereins wieder verstärkt an die jüngere Generation weitergeben. „Das Angebot geführter Wanderungen allein reicht da einfach nicht mehr aus“, sagt Gogler.

„Mit den Neuwahlen zu Beginn des Jahres wurde der Vorstand deutlich verjüngt“, erklärt Helmut Schmidt, Kulturwart und Vorsitzender des Vereins, das neue Konzept. Eines der Leuchtturm-Projekte des Zweigvereins Südringgau sei nun die sogenannte Ideenschmiede.

Ein Name wie gemacht für das Vorhaben – findet der gelernte Schmied Gogler. „Hier wird Material zusammengetragen, Ideen werden entwickelt und neue Projekte kreiert.“ Die Anzahl der mitwirkenden Personen sei nicht festgeschrieben; seine Gedanken einbringen könne jeder, die Aufgaben würden auf viele Schultern verteilt.

Von der Blüte bis zur Frucht 

Bereits umgesetzt wurde ein Projekt mit den Kindern der Herleshäuser Kindertagesstätte. Die erleben, fachkundig begleitet von Vorstandsmitgliedern des Zweigvereins, wie aus einer Apfelblüte die fertige Frucht reift. „Für die Zukunft angedacht ist ein Herleshäuser Grenz- und Naturlehrpfad, verbunden mit einer Radwanderkarte“, sagt Gogler. An ausgewählten Punkten könnten beispielsweise Informationsschilder angebracht werden. „Bereits jetzt stoppen viele Fahrradtouristen auf ihrer Tour entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze in unserer Gemeinde“, zeigt sich der Wanderwart von dem Erfolg der Idee überzeugt.

Auch für das Bahnhofsumfeld sieht er noch Handlungsbedarf: Hier könne etwa die Beschilderung verbessert, etwa besser auf Sehenswürdigkeiten wie die nahe Brandenburg hingewiesen werden. „Das würde die Gemeinde touristisch aufwerten“, sagt Gogler.

Doch auch die bekannteste Sparte des Werratalvereins, das Wandern, sei ein Pfund, mit dem noch immer gewuchert werden könne. „Wir wollen junge Leute von Anfang an begleiten und sie für ihre Heimat begeistern“, sagt Helmut Schmidt. Für begleitete Wanderungen mit Kindergarten- und Schulkindern, etwa über den nahen Kielforst, sei der Verein stets offen.

100 Mitglieder zählte der Verein im Jahr der Neugründung 1994; zwischenzeitlich wuchs die Zahl sogar bis auf 250 an. „Zurzeit sind 182 Heimatverbundene Mitglied“, sagt Kulturwart Helmut Schmidt.

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