Viel Respekt für Herwigs Rückzug: CDU und Grünen loben frühe Information

Andreas Howorka

Hessisch Lichtenau. Mit großem Verständnis haben Vertreter der örtlichen Parteien in Hessisch Lichtenau auf den Rückzug von Bürgermeister Jürgen Herwig reagiert. Sie loben zudem, dass Herwig so frühzeitig angekündigt hat, 2016 aus dem Amt scheiden zu wollen.

Andreas Howorka, Fraktionsvorsitzender der CDU im Stadtparlament, nannte die Entscheidung des Bürgermeisters richtig und nachvollziehbar. Er rechnet Herwig hoch an, dass er noch zwei Jahre weiterarbeiten wolle. „Jetzt können wir uns gemeinsam Gedanken über einen Nachfolger machen, der das Vertrauen aller Fraktionen genießt“, sagt Howorka auf HNA-Anfrage und hofft auf die Offenheit der anderen Parteien, mit denen er nach Möglichkeit gemeinsam einen kompetenten Kandidaten suchen will. Das werde nicht leicht in Zeiten, in denen Bürgermeister stets neue Sparmaßnahmen verkünden müssten. Die Idee, die Bürgermeisterwahl auf den Termin der Kommunalwahl zu legen, hält Howorka für sinnvoll, weil es Kosten spare und die Wahlbeteiligung erhöhen könne.

„Die Entscheidung des Bürgermeisters, sein Amt schon zwei Jahre vor Ende der dritten Amtsperiode niederzulegen, verdient großen Respekt“, erklärt auch Jörg Probstmeier, Fraktionschef der Grünen. Nach 16 Jahren sei das Amt angesichts der gesundheitlichen Probleme Herwigs sicher auch eine Bürde, ein Rückzug „folgerichtig, konsequent und weise“. Herwig habe sich stets mit großer Hingabe seinem Amt gewidmet, „obwohl man als Mandatsträger, als Mitarbeiter der Stadtverwaltung oder als Bürger nicht immer mit den Entscheidungen und Maßnahmen des Bürgermeisters einverstanden sein konnte“, so Probstmeier. Dank der frühen Ankündigung, die von Herwigs Fairness zeuge, könne die Nachfolgersuche frühzeitig beginnen.

Ob die Grünen einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken oder einen anderen Kandidaten unterstützen werden, ist laut Probstmeier noch unklar. Fest stehe: „Der Nachfolger wird es in krisengeschüttelten Zeiten und mit einem defizitären Haushalt nicht leicht haben.“

Eine Stellungnahme der Freie Wählergemeinschaft (FWG) war bis Redaktionsschluss nicht zu erhalten. (fst)

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