Ehrenamt ist gefragt

Viele junge Helfer bei der Wahl im Werra-Meißner-Kreis dabei

Wichtiges Ehrenamt: Viele Helfer sind bei den Wahlen erforderlich. Diesmal müssen sie unter Corona-Bedingungen arbeiten. Unser Bild zeigt die Auszählung bei der Landtagswahl 2018 im Rathaus in Witzenhausen. Archivfoto: Maurice Morth
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Wichtiges Ehrenamt: Viele Helfer sind bei den Wahlen erforderlich. Diesmal müssen sie unter Corona-Bedingungen arbeiten. Unser Bild zeigt die Auszählung bei der Landtagswahl 2018 im Rathaus in Witzenhausen. Archivfoto: Maurice Morth

Genügend Wahlhelfer zu finden, war schon für die zurückliegenden Wahlen zumindest für einige Kommunen nicht immer einfach. Nun soll aus Schutzgründen wegen der Corona-Pandemie möglichst darauf verzichtet werden, die oft schon älteren Stammkräfte einzusetzen.

Werra-Meißner – Dennoch musste auch zur Kommunalwahl diesmal kein Helfer von einem der von unserer Zeitung befragten Gemeindewahlleiter im Werra-Meißner-Kreis sozusagen zwangsverpflichtet werden. Im Gegenteil: In Hessisch Lichtenau beispielsweise haben sich einige Personen unaufgefordert im Rathaus gemeldet, berichtet Bettina Ludwig vom Fachbereich Ordnung, Jugend und Soziales. Außerdem habe man viele junge Leute für dieses kurzzeitige Ehrenamt gewinnen können.

Das ist unter anderem auch in Sontra der Fall. Laut Wahlleiter Michael Kulla ist jeder fünfte Wahlhelfer erstmals in einem der Wahllokale mit von der Partie. In der Gemeinde Neu-Eichenberg wurde sogar darauf geachtet, wie Gemeindewahlleiterin Nadine Junghans mitteilte, „dass nicht alle Neulinge sind“.

Lediglich in Bad Sooden-Allendorf besteht, wie bei der Umfrage herauskam, noch Bedarf an ein paar Freiwilligen. Immerhin 171 benötigt Wahlleiter Rainer Langefeld, wie er sagt. Und eine Reserve habe er dann noch nicht.

Es sind, weil wegen der weitaus stärker genutzten Briefwahl auch mehr Bezirke dafür gebildet wurden – in Eschwege 6, in Witzenhausen 5 –, auch mehr Wahlhelfer erforderlich, wie aus den Kommunen mitgeteilt wird.

Wie viele Wahlhelfer benötigt werden, hängt aber in erster Linie von der Größe der Kommune beziehungsweise der Zahl der Wahllokale ab. So hat die Kreisstadt Eschwege 19 Wahllokale und rund 200 Wahlhelfer inklusive Briefwahl verpflichtet, in Neu-Eichenberg sind es 6 Wahllokale, wobei die Zahl der Helfer je Lokal von 7 auf 8 aufgestockt wurde, um Pausen in den Schichten zu ermöglichen.

Auch in Witzenhausen und Hessisch Lichtenau, den Städten mit den meisten Ortsteilen, ist der Bedarf enorm. Es gibt jeweils 21 Wahllokale und fünf Briefwahlbezirke. In Lichtenau sind neben den 168 Wahlhelfern in den Lokalen noch 30 für die Auszählungs- und 35 für die Briefwahlvorstände berufen.  (sff)

Ablehnen ist nur aus wichtigem Grund möglich

Ehrenamtliche Wahlhelfer bilden laut bundeswahlleiter.de das Fundament der selbstorganisierten Wahl durch das Volk und sind somit wichtige Träger des Wahlverfahrens. Berufen werden sie von den Kommunen als zuständige Behörden. Die Aufgabe ablehnen kann man nur aus wichtigen Gründen. Das Amt übernehmen kann grundsätzlich jeder Wahlberechtigte, der das 18. Lebensjahr vollendet hat, seit mindestens sechs Wochen in der jeweiligen Kommune lebt und EU-Bürger ist.

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