Wie Schokolade entsteht

Vielfältige Projektprüfungen an der Brüder-Grimm-Schule

Sejla Bechstein (links) und Stella-Sophie Platz gemeinsam mit dem Hauptschulzweigleiter der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege Sven Zuber. Die beiden Schülerinnen zeigten, wie aus Kakao Schokolade wird.
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Sejla Bechstein (links) und Stella-Sophie Platz gemeinsam mit dem Hauptschulzweigleiter der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege Sven Zuber. Die beiden Schülerinnen zeigten, wie aus Kakao Schokolade wird.

Kürzlich absolvierten 26 Schüler des Hauptschulzweiges der Brüder-Grimm-Schule in Eschwege (BGS) ihre Projektprüfungen und stellten ihre Ergebnisse der Prüfungskommission vor.

Eschwege - Vom Weg der Schokolade über das Thema Mobbing bis hin zur Geschichte Afghanistans war alles dabei. Die Projektprüfungen finden jährlich anlässlich der Hauptschulabschlussprüfungen in Hessen statt. An der BGS gab es in diesem Jahr 14 Prüfungsgruppen – denn aufgrund der Pandemie waren auch Einzelprüfungen erlaubt.

Die Geschichte der Schokolade

„Ich wollte schon immer wissen, wie Schokolade hergestellt wird“, sagt Stella-Sophie Platz zu ihrem Thema, welches sie mit Sejla Bechstein vorstellte. Gemeinsam führten sie in die Geschichte der Schokolade ein und erklärten, wie aus bitterem Kakao süße Schokolade entsteht und welche Wirkung sie auf den menschlichen Organismus hat. Auch ein kritischer Blick auf den fairen Handel mit der Kakaobohne durfte nicht fehlen. „Denn wir dürfen nicht vergessen, dass in vielen Ländern Kinder den Kakao ernten oder die Löhne der Pflücker so niedrig sind, dass sie davon nicht leben können“, so Sejla.

Wie Mobbing funktioniert

Leonie Fischer und Samira Karimi hatten für ihr Projekt „Mobbing unter Schülern“ den Sozialpädagogen Thomas Hoffmann gewonnen. „An vielen Schulen wird gemobbt, zum Beispiel wegen der Nationalität oder des Aussehens,“ leitete Samira in das Thema ein, „deshalb interessierte uns vor allem, wie Mobbing an Schulen entsteht und funktioniert.“ „Wichtig war uns auch“, betont Leonie, „verschiedene Möglichkeiten zu präsentieren, wie man mit den Tätern ins Gespräch kommen und Lösungen finden kann.“

Heimat, Geschichte und Kultur

Breites Interesse gab es in diesem Jahr auch an geschichtlichen Themen: Juma Gol Arab aus der H9b, der erst rund drei Jahren in Deutschland lebt und nach der Schule eine Ausbildung zum Altenpfleger machen möchte, sei hier genannt. Juma wählte ein Thema mit engem persönlichem Bezug: Der Afghane präsentierte seine Heimat, denn er vermisse sie sehr und wolle andere an der Geschichte und Kultur seines Heimatlandes teilhaben lassen. Auch Kulinarisches wie das afghanische Nationalgericht, Kabuli Palau, ein Reisgericht mit Rosinen, Karotten und Rind- oder Lammfleisch, stellte er vor.

„Es hat uns sehr geholfen, seit Jahresbeginn wieder in der Schule lernen zu dürfen,“ meinten Stella-Sophie Platz, Leonie Fischer und Samira Karimi aus der H9a. „Wir vermissen zwar die anderen Klassen, aber die Arbeitsatmosphäre ist angenehm ruhig, und so konnten wir uns alle gezielter vorbereiten und intensiver lernen als es mit reinem Online-Unterricht möglich gewesen wäre.“

„Wir freuen uns, dass viele Schüler schon einen Ausbildungsplatz haben beziehungsweise kurz vor der Unterzeichnung des Vertrages stehen oder noch einmal die Schulbank drücken wollen, um sich weiter zu qualifizieren“, sagt Sven Zuber, der Hauptschulzweigleiter abschließend. red/mmo

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