Nach Raubtierangriff ziehen Gänsepärchen ein – Austausch mit Hamburger Park

Vier neue Tiere für Bergwildpark Meißner

Gänse stehen nebeneinander auf einer Wiese.
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Neue und alte Bewohner des Bergwildparks Meißner: Das Kanadagänsepärchen – auf dem Bild die beiden Gänse im Vordergrund – ist vor einer Woche eingezogen.

Kanadagänse und Höckergänse bevölkern seit einer Woche den Bergwildpark Meißner.

Meißner – Für jeweils ein Pärchen der Gänseart ist der Park nun zum neuen zu Hause geworden. Nachwuchs wird ebenfalls erwartet. „Die Gänse sind kurz vorm Eierlegen“, berichtet Tierpflegerin Christina Manns. Die Gänse stammen aus dem Partnerwildpark Schwarze Berge bei Hamburg und gehören im Vergleich zu den normalen Hausgänsen zu den unbekannteren Rassen, so die Tierpflegerin. Der Einzug der neuen Bewohner in den Bergwildpark hat allerdings einen traurigen Hintergrund. Die Zahl der Pommerngänse, die bislang zum gewohnten Bild des Wildparks gehörten, hatte nämlich schlagartig abgenommen. Ähnlich wie in dem Kinderlied „Fuchs, du hast die Gans gestohlen“ fielen fünf der acht Pommerngänse einem frei lebenden Raubtier zum Opfer, erzählt Manns. „Es ist traurig, ist aber auch der natürliche Lauf der Dinge.“

Normal seien die extremen Folgen des Überfalls auf die Pommerngänse jedoch nicht, so die Tierpflegerin, denn die Gänseart sei durchaus in der Lage, sich gegen Angreifer zur Wehr zu setzen. „Passiert ist das, als so hoher Schnee lag.“ Die extreme Kälte und der viele Schnee vor einigen Wochen hätten bei den Füchsen wahrscheinlich zu einer enormen Not geführt, ist sich die Tierpflegerin sicher. Es gäbe allerdings auch Anzeichen, dass die Raubtiere nicht ungeschoren davon gekommen seien und die Pommerngänse auch ihre Angreifer verletzt hätten.

Neue Mitbewohner

Nun haben die verbliebenen drei Pommerngänse mit den Kanadagänsen und Höckergänsen neue Gesellschaft bekommen und auch die Besucher könnten jetzt zwei neue Arten kennenlernen, so Christina Manns. Der Austausch mit anderen Parks, wie in diesem Fall mit dem Wildpark bei Hamburg, sei ebenfalls nichts Ungewöhnliches. „Damit wird auch Inzucht verhindert“, erklärt die Tierpflegerin. Besonders häufig werden daher etwa die Steinböcke aber auch Damm-, Rot- und Schwarzwild ausgetauscht.

Ab und an werden im Bergwildpark auch Tiere von Privatpersonen aufgenommen. Doch das sei nicht die Regel. „Wir sind keine Tierauffangstation“, sagt Christina Manns. Wenn in Ausnahmefällen dann Tiere aufgenommen werden, die nicht aus einem anderen Tierpark stammen, dann passiere das nur bei gesunden Exemplaren. „Dafür muss eine tierärztliche Bescheinigung vorgelegt werden“, sagt die Tierpflegerin. Hanna Maiterth

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