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Viertklässler und Eltern im Werra-Meißner-Kreis müssen sich für eine Mittelstufe entscheiden

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Von: Tobias Stück

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Wie geht’s weiter? Viertklässler müssen sich in diesen Tagen für die nächste Schulform entscheiden. Die Gewerkschaft empfiehlt, auf das Urteil der Grundschullehrer zu vertrauen.
Wie geht’s weiter? Viertklässler müssen sich in diesen Tagen für die nächste Schulform entscheiden. Die Gewerkschaft empfiehlt, auf das Urteil der Grundschullehrer zu vertrauen. © Panthermedia/Artur Verkhovetskiy

Bis zum 5. März müssen sich Viertklässler und ihre Eltern entscheiden, auf welcher Mittelschule es weitergeht. Für die einen ist es schnell klar, andere wägen lange ab. In diesen Tagen stellen sich die Schulen vor.

Werra-Meißner – In diesen Tagen wird in vielen Haushalten diskutiert: Soll das Kind nach der Grundschule an das Gymnasium, an eine Haupt- und Realschule wechseln oder eine Integrierte Gesamtschule (IGS) oder Kooperative Gesamtschule (KGS) besuchen, wo die verschiedenen Bildungsgänge unter einem Dach angeboten werden? Eine Entscheidung, die sich Eltern nicht leicht machen, wie Stefan Wesselmann, der Landesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Hessen weiß. Und doch fällt die Entscheidung am Ende nicht immer zum Wohle des Kindes.

„Eltern wünschen sich für ihr Kind verständlicherweise einen Schulabschluss, der viele Berufswege offenhält“, sagt der VBE-Landesvorsitzende „Aber dabei gehen manche Eltern bewusst das Risiko ein, dass ihr Kind überfordert ist – nach dem Motto: Wir probieren es mal, wechseln kann man ja immer noch.“ Die Erfahrung zeigt allerdings: Wenn ein Kind eine Reihe von Misserfolgen erfährt, baut sich Frust auf – und eine Querversetzung oder Wiederholung wird erst recht als Niederlage erlebt.

Schulamt entscheidet über Verteilung

Bis 5. März müssen die Familien zwei Wunschschulen bei der Klassenleitung abgeben. Über die Vergabe der Plätze an den weiterführenden Schulen entscheidet bis Ende Mai die Verteilerkonferenz des Schulamts in Rücksprache mit Leitern der weiterführenden Schulen. Dabei haben die Eltern für ihr Kind nur einen Rechtsanspruch auf den gewählten Bildungsgang, nicht aber auf eine bestimmte Schule. Für den Fall, dass die Entscheidung der Eltern nicht mit der Empfehlung der Grundschule übereinstimmt, muss die Grundschule der weiterführenden Schule die Begründung der Klassenkonferenz mitteilen. (ts)

Der Wechsel an die weiterführende Schule bedeute auch: mehr Fächer und mehr Hausaufgaben, selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten wird erwartet. Deshalb sollte die Entscheidung für eine bestimmte Schule oder Schulform nicht allein aufgrund der Noten getroffen werden.

„Es geht nicht nur um Bildung – es geht auch um die seelische Gesundheit des Kindes“, sagt Stefan Wesselmann und appelliert an die Eltern, sich nicht nur von eigenen Träumen und Wünschen leiten zu lassen. Er legt den Eltern daher ans Herz, die Empfehlung der Grundschullehrkräfte ernst zu nehmen: „Sie haben die Kinder in der Regel mehrere Jahre lang begleitet. Sie haben die Entwicklung des Kindes in den Unterrichtsfächern und in seinem Arbeits- und Sozialverhalten beobachtet und können Leistungsvermögen und -bereitschaft sehr gut einschätzen.“ (Tobias Stück)

Diese Schulen stellen sich vor

Südringgauschule in Herleshausen: Die kleinste Sekundarstufe im Kreis stellt sich am Samstag (25. Februar) von 10 bis 13 Uhr mit einem „Tag der offenen Tür“ vor.

Adam-von-Trott-Schule in Sontra: Die Ganztagsschule hat bereits im Advent eine Informationsveranstaltung angeboten. Am 17. Januar gab es bereits einen Informationsabend für die Erziehungsberechtigten aller Grundschulen im Einzugsgebiet der Schule.

Anne-Frank-Schule mit den Standorten in Eschwege und Wanfried: Beide Standorte der Schule stellen ihr Angebot am Samstag (11. Februar) vor. Der „Tag der offenen Tür“ beginnt in Eschwege um 10 und in Wanfried um 11 Uhr. Zudem wird es einen Informationsabend für die Eltern geben. In Wanfried findet dieser am Mittwoch (8. Februar) ab 18:30 und in Eschwege am Donnerstag (9. Februar) ab 19 Uhr statt.

Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege: Das Gymnasium öffnet seine Türen am Samstag (25. Februar) von 10 bis 13 Uhr für Besucher.

Brüder-Grimm-Schule in Eschwege: Die kooperative Gesamtschule bietet eine Woche lang (13. bis 17. Februar) individuelle Führungen in überschaubaren Gruppen an. Ein Informationsabend findet am Mittwoch (15. Februar) ab 19 Uhr in der Cafeteria statt. (ts/esr)

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