Dreharbeiten im Meißner-Ortsteil

Vockerode ist bei der Entscheidung um das „Dolle Dorf“ dabei

Der Ski-Club Meißner im Interview: (im grünen Shirt) Otto Guthardt. Dahinter von links: Gerhard Mühlhause, Udo Speck, Harald Reil und Jürgen Lenort.
+
Der Ski-Club Meißner im Interview: (im grünen Shirt) Otto Guthardt. Dahinter von links: Gerhard Mühlhause, Udo Speck, Harald Reil und Jürgen Lenort.

„Es waren zwar noch ein Haufen Lose im Topf, aber geahnt habe ich es irgendwie“, erzählt Manfred Scheffler, Ortsvorsteher von Vockerode. Sein Dorf wurde jetzt vom HR-Fernsehen porträtiert.

Vockerode - Es ist das Dorf, dessen Name erst am Donnerstagabend beim HR-Fernsehen aus der Lostrommel gezogen und damit zum „Dollen Dorf“ gekürt wurde. Danach haben die Drähte in dem Meißner Ortsteil geglüht. Gut 30 Leute konnte der Ortsvorsteher am gleichen Abend zusammentrommeln – trotz Sommerferien. Schnell einig über die Besonderheiten des Dorfes am Fuße des Hohen Meißners waren sich die Bewohner und das Fernsehteam ebenfalls. Gedreht wurde am Freitag. Ausgestrahlt wurde der Beitrag dann am Samstag.

Ortsvorsteher Manfred Scheffler

Während des Drehtags herrschte eine aufgeregt fröhliche Stimmung in dem Meißner Ortsteil. An den verschiedenen Anlaufpunkten kamen nicht nur begeisterte Zuschauer zusammen. Auch Bürgermeister Friedhelm Junghans schaute in Vockerode vorbei. „Das ist immer ein tolles Erlebnis“, so der Bürgermeister. In der Gemeinde Meißner waren nun fast alle Ortsteile schon einmal „Dolles Dorf“. Nur der Zettel von Weidenhausen steckt noch im Lostopf, weiß Junghans.

Eigens für den Drehtag schnallten sich dann die Mitglieder des Ski-Clubs Meißner ihre Skiroller unter die Füße und sausten den Berg hoch. Für die Sportler ist es nicht nur ein Ausgleich zum Alltag, sondern auch das Sommertraining, damit sie im Winter auf den Langlaufskiern noch eine gute Figur machen. In der Regel sind die Sportler eine Gruppe von acht bis zehn Leuten, erzählt Gerhard Mühlhause (64). Doch am Freitagvormittag konnten die Berufstätigen nicht und so hielten die Rentner die Stellung, wie Udo Speck (69) augenzwinkernd ergänzt. Das älteste Mitglied mit 85 Jahren ist Otto Guthardt.

Hier geht‘s zum Video

Zu den Skirollern gehört auch Jürgen Lenort. Der musste für die Drehsequenz nicht nur das Schuhwerk, sondern gleich das ganze Outfit wechseln. Denn kurz zuvor zeigte der 67-Jährige dem Fernsehteam noch seine Highlandherde, die am Dorfrand auf der Weide grast. Das Spektakel war bis in den Ort zu hören. Kein Wunder: Denn die Tiere erkennen Lenort natürlich und freuen sich lautstark, wenn er sie besucht.

Der Frau-Holle-Teich, das ehemals beliebte Ausfliegsziel Schwalbenthal und der Barfußpfad standen am Vormittag auf dem Plan, bevor es dann nach einer kurzen Pause wieder in den Ort ging.

Die Bauernstube des Bratwurschtclubs: Siggi Becker legt Holz nach.

Dort warteten nicht nur Gold- und Pechmarie, sondern die „Bratwurschtbande“. Die elfköpfige Männergruppe trifft sich regelmäßig in der „Bauernstube“ – einer ehemaligen Futterkammer, die eigens für den Zweck des gemeinsamen Essens umgebaut wurde, wie Siggi Becker berichtet. Die Stube ist nämlich auf dem Hof von Becker. Der hatte die Landwirtschaft lange Zeit, anders als seine Vorfahren, im Nebenerwerb fortgeführt. Inzwischen ist der Witwer aber längst im Ruhestand. Platz bot der Hof und so richtete sich die Männergruppe dort ein: „Seit 1994 treffen wir uns hier.“ Auf dem alten Herd der Großeltern steht dann eine große Pfanne, in der Wurst und andere Leckereien gebraten werden. „Das sind immer schöne Abende“, sagt der Vockeröder. (Hanna Maiterth)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.