Geflügelhalter und Spaziergänger sollten wachsam sein

Vogelgrippe: Noch keine Schutzmaßnahmen für Werra-Meißner-Kreis

Noch gilt keine Stallpflicht im Werra-Meißner-Kreis: Als Risikogebiete für eine Ausbreitung der Vogelgrippe gelten vor allem solche Regionen, in denen Zugvögel rasten. Foto: Rehder/dpa

Kassel / Werra-Meissner. Die größte Vogelschau Deutschlands, die am Wochenende in den Kasseler Messehallen stattfinden sollte, wurde vom Regierungspräsidium Kassel (RP) untersagt. Im Werra-Meißner-Kreis gibt es noch keinen Alarm.

Hintergrund der Absage der AZ-Bundesvogelschau ist die Vogelgrippe, die jüngst bei Tieren in Schleswig-Holstein und Sachsen nachgewiesen wurde.

Weil zu der Vogelschau jährlich 1000 Züchter mit etwa 14.000 Tieren aus ganz Deutschland nach Kassel reisen, war dem RP das Risiko zu groß, dass die Epidemie sich ausbreiten könnte. Für Menschen gilt der Erreger als ungefährlich.

Für den Werra--Meißner-Kreis gelten noch keine Sicherheitsvorkehrungen, sagt Kreissprecher Jörg Klinge auf Anfrage. „Die Lage ist ruhig, es gibt keine Stallpflicht.“ Diese würde im Zweifelsfall vom Land Hessen angeordnet. Derzeit hat das hessische Umweltministerium aber nur für solche Regionen verstärkte Regeln angeordnet, in denen Zugvögel rasten - unter anderem die Fulda-Auen bei Kassel, die Werra bei Obersuhl (Kreis Hersfeld-Rotenburg) und die Ederseesperre. Der Werra-Meißner-Kreis gehört noch nicht zu den Risikogebieten.

In Hessen gab es noch keinen Vogelgrippe-Fall. Trotzdem sollten Geflügelhalter und Spaziergänger wachsam sein: Wer verendete Wasservögel findet, sollte das Veterinär- oder Ordnungsamt informieren, so Klinge.

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