1. Startseite
  2. Lokales
  3. Witzenhausen

Vorsicht ist bei Weihnachtsdeko und offenen Flammen geboten

Erstellt:

Von: Emily Spanel

Kommentare

Feuerwehr (Symbolbild)
Durch trocknende Adventskränze und Weihnachtsbäume steigt die Brandgefahr. (Symbolbild) © IMAGO/Pressefoto Gora

Versicherungskaufmann Ulrich Zander gibt Tipps rund um die richtige Absicherung im Schadensfall.

Werra-Meißner – Von Ende November an trocknen die Adventskränze vor sich hin, und spätestens ab Heiligabend gilt das auch für die Weihnachtsbäume. Das wäre nicht weiter schlimm, wenn die Brandgefahr dadurch nicht immens zunehmen würde.

In der beschaulichen Weihnachtszeit wird immer wieder die Gefahr von Zimmerbränden unterschätzt: Rund 7.000 Mal brennt es in deutschen Wohnzimmern, rund 26 Millionen Euro an Schäden werden dadurch Jahr für Jahr verursacht, so die Zahlen der Versicherungswirtschaft.

Insbesondere Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Nadelhölzern brennen, weil sich trockene Tannennadeln sehr rasch entzünden und in Minutenschnelle Zimmerbrände mit Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius entstehen lassen.

Hausratsversicherung greift auch bei Weihnachtsgeschenken

„Wenn es trotz aller Vorsicht doch zur Katastrophe kommt, bitte nicht mit Löschwasser geizen“, ermuntert Ulrich Zander, Sprecher des Bezirks Eschwege im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), zu beherztem Eingreifen.

„Denn die durch Wasser ruinierten Sachen werden, wie auch die durch das Feuer vernichteten, von der Hausratversicherung bezahlt – auch die Weihnachtsgeschenke.“

Bei einem Zimmerbrand geht es meist nur um die Reparatur eines Tisches, um Reinigungskosten und um Tapeten, manchmal aber um 50.000 Euro und mehr.

Brände können gefährliche Stoffe freisetzen

Wenn nämlich brennender Kunststoff (Tischplatten, Schrankbeschichtungen etc.) gefährliche Stoffe freisetzt, können diese die gesamte Wohnungseinrichtung und die Kleidung durchdringen und müssen vollständig entsorgt werden.

Bei Verdacht auf grobe Fahrlässigkeit, beispielsweise durch eine unbeaufsichtigte Kerzenflamme im Zimmer, können die Gerichte das letzte Wort haben und die Versicherung kann ihre Erstattungsleistung mindern.

Für Schäden am Gebäude ist die Feuerversicherung des Hauses zuständig, die sich jedoch von einem Mieter einen Teil des Geldes zurückholt, wenn dieser den Brand schuldhaft verursacht hat. Eine Privathaftpflichtversicherung kann hier die Ansprüche regulieren, sie sollte in keinem Haushalt fehlen.

Von Emily Hartmann

Auch interessant

Kommentare