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Das war los bei der Gemeindevertretersitzung in Herleshausen

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Immer einen Besuch wert: Herleshausen. Zur Jubiläumskirmes vom Freitag, 19. August, bis Montag, 22. August, lädt die Kirmesgesellschaft Gäste aus nah und fern ein.
Herlesausen von oben. Symbolbild. © Emily Hartmann

Die Gemeinde Herleshausen stellt Planungen für den Haushalt 2023 vor – und erwartet einen Überschuss.

Herleshausen – Der Haushaltsplan ist das zentrale Planungsinstrument der wirtschaftlichen Aktivitäten einer Kommune für ein Haushaltsjahr. Im Falle der Gemeinde Herleshausen ist diese Planung für 2023 zwar „sehr vorsichtig, aber nicht erzkonservativ“, wie Bürgermeister Lars Böckmann am Dienstagabend vor der versammelten Gemeindevertretung mitteilte.

Durch die massiven Auswirkungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine, die Energiekrise und die nach wie vor hohe Inflation sei weiterhin von Beeinträchtigungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehen. „Die damit einhergehende Prognoseunsicherheit auf der Ausgabenseite, aber auch auf der Einnahmenseite für das kommunale Steueraufkommen hat die Kämmerei der Gemeinde Herleshausen zu der äußerst vorsichtigen Planung veranlasst.“

Gesamtergebnis

Der Gesamtergebnishaushalt als Schwerpunkt der Haushaltsplanung stellt die gesamten Erträge und Aufwendungen des Haushaltsjahres 2023 dar. Im Entwurf 2023 ausgewiesen ist im ordentlichen Ergebnis ein Plus 13.240 Euro; im außerordentlichen Ergebnis ein Plus von 364 000 Euro. Der geplante Jahresüberschuss liegt damit derzeit bei 377.240 Euro.

Einkommenssteuer

Der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer 2023 wird gemäß der Steuerschätzung vom Mai 2022 um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr steigen. Da die Steueranteile für das vierte Quartal 2022 noch nicht bekannt sind, wurde vorsichtig mit einem Anteil der Einkommenssteuer in Höhe von 1.430.000 (Vorjahr: 1.353.000 Euro) geplant. Das bedeutet ein geringfügiges Plus von 77.000 Euro gegenüber den Vorjahresansätzen.

Zuweisungen

Die Schlüsselzuweisung ist eine der wichtigsten Einnahmepositionen für die Gemeinde. Sie ist eine zweckfreie Zuweisung zur allgemeinen Finanzierung der Aufwendungen des Ergebnishaushaltes. Die Höhe der jeweiligen finanziellen Unterstützung einer Gemeinde wird durch Steuerkraftmesszahlen in Abhängigkeit von der Einwohnerzahl ermittelt. Dabei zählen nur Hauptwohnsitze. Die Erträge aus Schlüsselzuweisungen erhöhen sich bei der Gemeinde Herleshausen gemäß den Planungsdaten im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 60.000 Euro.

Die Umlage

Die Umlage an den Werra-Meißner-Kreis (Kreis- und Schulumlage) stellt einen der größten Ausgabeposten der Gemeinde Herleshausen dar. Für 2023 wurde die geplante Kreis- und Schulumlage des Kreises im Zuge der Haushaltsberatungen im Kreistag vorgestellt. Danach ergibt sich ein Hebesatz für die Kreisumlage in Höhe von unverändert 33,45 Prozent und für die Schulumlage in Höhe von 16,23 Prozent (vermindert um 0,1 Prozent gegenüber des Vorjahrs). Da sich die Bemessungsgrundlage für die Kreis- und Schulumlage – die Finanzkraft der Gemeinde – jedoch um rund 400.000 Euro erhöht hat, steigt die Zahllast der Gemeinde auf dieser Basis um 139.600 Euro gegenüber dem Vorjahr.

Investitionen

Die im Haushaltsplan 2023 veranschlagten Auszahlungen für Investitionen haben ein Gesamtvolumen von 1.361.000 Euro und liegen damit um 571.500 Euro niedriger als im Haushaltsplan 2022. Die Investitionsschwerpunkte für die Jahre 2022 bis 2026 sind: .Rückkauf der Restflächen Goldberg II: 400.000 Euro. Grundsanierung/Umnutzung des Feuerwehrhauses Holzhausen: 150.000 Euro. Anbau Garage am Feuerwehrhaus Wommen: 100.000 Euro. Von Emily Hartmann

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