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VR-Bank Mitte bilanziert das Geschäftsjahr 2021

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Von: Tobias Stück

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Die VR-Bank Mitte hat auch während der Pandemie ihre Bilanzsumme erhöht.
Die VR-Bank Mitte hat auch während der Pandemie ihre Bilanzsumme erhöht. © Tobias Stück

Eschwege – Die VR-Bank Mitte, die für die Regionen Eichsfeld, Göttingen, Northeim und Werra-Meißner zuständig ist, hat auch während der Pandemie die Bilanzsumme erhöht und das Ergebnis verbessert.

Eschwege – Die Bilanzsumme liegt bei 2,578 Milliarden Euro, das Ergebnis des Jahresabschlusses bei 15,4 Millionen Euro. Das teilten die Vorstände Uwe Linnenkohl und Björn Henkel jetzt mit.

Bilanz

2019 lag die Blanzsumme bei 2,393 Milliaden Euro, der Gewinn bei 15,3 Millionen Euro. 2020, im ersten Coronajahr, steigerte sich zwar die Bilanzsumme, der Gewinn ging aber auf 14,7 Millionen zurück. Jetzt findet sich das Kreditinstitut mit fast 400 Mitarbeitern auf dem Vor-Pandemie-Niveau.

Pandemie

Aufgrund der vorangegangenen Fusion sei man gut durch die Pandemie gekommen. „Corona hat uns in unserer Geschäftstätigkeit nicht geschadet, weil wir alternative Wege gefunden haben, um mit unseren Kunden in Kontakt zu kommen“, sagt Vorstand Björn Henkel. Man habe die digitale Kompetenz der Bank erweitert, die Kunden seien den Weg mitgegangen. Dazu habe beigetragen, dass Kunden weniger konsumiert, dafür mehr in die eigenen vier Wände investiert hätten, erklärt Linnenkohl. Die Kundenkredite der Bank sind von 1,307 Milliarden Euro 2019 auf 1,424 Milliarden 2021 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr sei es ein Anstieg um 6,4 Prozent gewesen. „Wir wachsen stärker als der Markt, das ist unser Ziel“, sagt Henkel.

Wenngleich einige Kunden von der Pandemie stark betroffen waren, seien die Risiken in der Region weit unter dem gewesen, was prognostiziert wurde, sagt Linnenkohl. Sorge bereitet ihm die zukünftige Entwicklung. Steigende Energiepreise seien eine Herausforderung, die alle Kunden der Bank betreffen würden.

Aussichten

Aktuell müsse man den Kunden eine Zinssteigerung erklären. Allein in diesem Jahr seien die Zinswerte um ein Prozent gestiegen. „Eine 0 vor dem Komma ist derzeit nicht mehr möglich“, sagt Henkel. Die Zinsen würden beinahe täglich angehoben. Die Bank befristet deshalb Kreditangebote derzeit auf eine Woche. Danach müsse man neu rechnen. Es habe vereinzelt Fälle gegeben, bei denen Kunden vom Kredit zurückgetreten seien, so Linnenkohl. Der eigentliche Hemmschuh bei der Baufinanzierung sei derzeit aber die immense Baukostensteigerung.

Mitarbeiter

Der Personalaufwand liegt mit rund 23 Millionen Euro pro Jahr in den vergangenen drei Jahren konstant. Durch Altersteilzeitmodelle und Fluktuationen sinke die Zahl der Mitarbeiter leicht. Etwa 390 Menschen sind derzeit bei dem Kreditinstitut beschäftigt. Als großen Erfolg beschreibt Unternehmenssprecher Florian Hartleib die im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Anschaffungsprämie. Die Mitarbeiter hatten 250 Euro zur Verfügung, um einen Verein ihrer Wahl zu unterstützten. 323 Angestellte hätten davon Gebrauch gemacht. Insgesamt spendete die VR-Bank 300 000 Euro für gemeinnützige Projekte in der Region. Fotos: vr bank mitte

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