Zusammenschluss ab 1. Januar 2019

VR-Bank Werra-Meißner will mit Volksbank Mitte fusionieren

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Wird künftig Teil eines großen Banken-Verbunds mit Standorten in Hessen, Niedersachsen und Thüringen sein: Die VR-Bank-Geschäftsstelle in Witzenhausen.

Werra-Meißner. Es gibt einen weiteren Zusammenschluss zweier Volksbanken in der Region.

Ihre Mitarbeiter haben beide Geldhäuser bereits am vergangenen Mittwoch über die gemeinsamen Pläne informiert.

Damit folgen die beiden Banken einem deutlichen Trend: Seit 2016 haben in Nordhessen und Südniedersachsen zehn Genossenschaftsbanken fusioniert – prominentestes Beispiel ist der Zusammenschluss der Kasseler Bank und der Volksbank Göttingen im Mai 2017. Als Gründe für die Fusion nennen die Vorstände verändertes Kundenverhalten, die Digitalisierung, das aktuelle Aufsichtsrecht und die Niedrigzinsphase.

Gemeinsam betreuen die beiden Banken in dann drei Bundesländern über 50 000 Kunden zwischen Northeim und Hessisch Lichtenau, Rosdorf und Worbis. Sie werden künftig unter dem Namen VR-Bank Mitte firmieren, der rechtliche Hauptsitz, an dem auch der Vorstand sitzt, soll in Duderstadt sein. Allerdings soll auch in Witzenhausen ein zweiter Verwaltungsstandort angesiedelt werden. Derzeit haben beide Banken gemeinsam knapp 500 Mitarbeiter, alle Jobs sollen erhalten bleiben, betonten die beiden Vorstände.

Noch vor einem halben Jahr hatte der Vorstand der VR-Bank Werra-Meißner, Bettina Maschke und Uwe Linnenkohl, im Gespräch mit unserer Zeitung betont, dass „derzeit keine Fusion geplant sei“, man sei aber offen für Gespräche.“ Die aktuellen Entwicklungen in der Bankenlandschaft ließen dann allerdings keinen anderen Weg mehr zu. Während Linnenkohl Mitte 2017 noch betont hatte, dass die VR-Bank Werra-Meißner wegen ihrer Größe gerade für kleine Banken ein attraktiver Partner sei, hat sich der Vorstand nun indes entschlossen, mit einer Bank in vergleichbarer Größe zu fusionieren, an deren Geschäftsgebiet man bereits mit einer Filiale in Heiligenstadt gegrenzt habe.

Die VR-Bank verfügt aktuell über 233 Mitarbeiter, elf Filialen und wies 2017 eine Bilanzsumme von 1163 Millionen Euro vor. Sie hat etwa 20 000 Mitglieder.

Die Volksbank Mitte beschäftigt 255 Mitarbeiter in 22 Filialen und kam auf eine Bilanzsumme von 1142 Millionen Euro. Die Mitgliederzahl liegt bei knapp 30 500. Die Genossenschaftsbank mit Hauptsitz in Duderstadt ist erst zum 1. Januar dieses Jahres mit der (deutlich kleineren) Volksbank Heiligenstadt fusioniert. Sie hat nun Filialen im Bereich Duderstadt, Heiligenstadt und Northeim.

Einer Fusion der beiden Geldhäuser müssen noch die jeweiligen Vertreterversammlungen mit einer Mehrheit von 75 Prozent zustimmen. Entsprechende Versammlungen sind für August geplant.

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