Zwei neue Parteien

Wahlkreis 169: Zehn Direktkandidaten treten zur Bundestagswahl an

Sie kandidieren im Wahlkreis 169 (Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner) für die Bundestagswahl 2021: Michael Roth (SPD, oben von links), Wilhelm Gebhard (CDU), Awet Tesfaiesus (Grüne), Gerhard Schenk (AfD), Jorias Bach (FDP), Sabine Leidig (Linke, unten von links), Rainer Janisch (FWG), Heidi Schmidt (unabhängig, unterstützt Internationalistisches Bündnis/MLPD), Berthold Hartmann (Die Pinken/Bündnis 21) und Beate Gerke (Die Basis).
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Sie kandidieren im Wahlkreis 169 (Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner) für die Bundestagswahl 2021: Michael Roth (SPD, oben von links), Wilhelm Gebhard (CDU), Awet Tesfaiesus (Grüne), Gerhard Schenk (AfD), Jorias Bach (FDP), Sabine Leidig (Linke, unten von links), Rainer Janisch (FWG), Heidi Schmidt (unabhängig, unterstützt Internationalistisches Bündnis/MLPD), Berthold Hartmann (Die Pinken/Bündnis 21) und Beate Gerke (Die Basis).

Ins Rennen gehen fünf Kandidaten aus dem Werra-Meißner-Kreis, zwei aus Hersfeld-Rotenburg und drei aus Kassel.

Hersfeld-Rotenburg/Werra-Meißner – Jetzt ist es offiziell: Bei der Bundestagswahl am 26. September treten im Wahlkreis 169, der sich über die Landkreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner erstreckt, zehn Kandidaten an. Das hat am Freitag der für die Zulassung zuständige Wahlausschuss in Eschwege beschlossen. Rund 187.000 Personen werden wahlberechtigt sein. Die Briefwahl beginnt am 16. August.

Titelverteidiger ist Michael Roth von der SPD. Der 50-Jährige aus Heringen sitzt seit 1998 im Bundestag und hat seitdem jedes Mal das Direktmandat im Wahlkreis 169 geholt. Roth erreichte vor vier Jahren 41,2 Prozent der Erststimmen. Jetzt steht er auf der Landesliste der SPD auf Platz 1.

Die CDU schickt Wilhelm Gebhard (45) ins Rennen. Gebhard ist seit 2007 Bürgermeister der Stadt Wanfried (Landesliste: Platz 20).

Gerhard Schenk (66) steht für die AfD auf dem Stimmzettel. Der Bebraner schaffte vor drei Jahren über die Landesliste den Sprung in den Landtag. Auf der 14-köpfigen Hessen-Liste für die Bundestagswahl fehlt er allerdings.

„Die Partei“-Kandidat wird nicht zugelassen

Die Bewerbung des Kandidaten der Satire-Partei „Die Partei“ wurde zurückgewiesen. Laut der Wahlleiterin reichte der 24-jährige Max Ellermann (Schenklengsfeld) die Unterlagen nicht wie gefordert unterzeichnet von unterschriftsberechtigten Mitgliedern des Landesvorstands ein. 

Für die Grünen tritt Awet Tesfaiesus an. Die 46-Jährige ist Anwältin für Ausländer- und Asylrecht und sitzt seit 2016 im Kasseler Parlament (Landesliste: Platz 9).

Mit 22 Jahren der jüngste Kandidat im Wahlkreis ist Jorias Bach von der FDP. Er wohnt in Sontra und studiert an der Uni Kassel Geschichte und Wirtschaftswissenschaften (Listenplatz 17).

Wesentlich politikerfahrener ist die Kandidatin der Linken: Sabine Leidig aus Kassel. Die 59-Jährige sitzt seit zwölf Jahren im Bundestag und hatte ihre Partei bei den beiden vergangenen Bundestagswahlen auf Listenplatz 1 in den hessischen Wahlkampf geführt. Jetzt fehlt ihr Name auf der Landesliste.

Rainer Janisch aus Weißenborn kandidiert für die FWG. Der Sparkassenbetriebswirt ist 61 Jahre alt und lebt in Weißenborn.

Als unabhängige Kandidatin, die das Internationalistische Bündnis/Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands unterstützt, tritt die 70-jährige pensionierte Lehrerin Heidi Schmidt aus Kassel an.

Außerdem stellen zwei Parteien Direktkandidaten, die erstmals zur Bundestagswahl antreten: Für die Basisdemokratische Partei Deutschland ist das Beate Gerke (57, Witzenhausen, Sozialversicherungsfachangestellte in Rente) und für Die Pinken/Bündnis 21 Berthold Hartmann (68, Ringgau). (Sebastian Schaffner und Christopher Ziermann)

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