Bestandsaufnahme vorab

Kompass-Berater sollen im Werra-Meißner-Kreis für Sicherheitsgefühl sorgen

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Immer im Gespräch bleiben: Alle Partner, die Sicherheitsaufgaben wahrnehmen, sowie die Einwohner sollen an einen Tisch geholt werden. Unser Symbolbild zeigt die Bundespolizei bei der Kontaktaufnahme mit Bürgern in der Eschweger Innenstadt. 

Waldkappel. Polizeivizepräsident Eberhard Möller hat den Bürgermeistern des Werra-Meißner-Kreises die Sicherheitsinitiative Kompass vorgestellt.

Der Kompass-Berater ist eine Polizeibeamtin oder ein Polizeibeamter und soll für ein größeres Sicherheitsgefühl in den einzelnen Kommunen sorgen. Er steht im ständigen Dialog mit den Partnern in den Städten und Gemeinden.

In einem ersten Schritt wird in jeder Kommune eine Bestandsaufnahme gemacht. In dieser Sicherheitsanalyse finden dabei alle bewährten Maßnahmen der Polizei sowie alle Programme, die bereits vor Ort wirken Berücksichtigung. „Dabei sollen auch Bestehendes auf den Prüfstand gestellt und eine detaillierte Liste erstellt werden, wie die Sicherheit vor Ort weiter verbessert werden kann“, sagt Polizeihauptkommissar Jan Selchow, einer der anwesenden Kompass-Berater des Polizeipräsidiums Nordhessen, der das Projekt den Bürgermeistern vorstellte. 

Alle Partner, die Sicherheitsaufgaben wahrnehmen sowie die Einwohner sollen an einen Tisch geholt werden. „Individuelle Wahrnehmungen der Menschen können in Bürgerversammlungen oder Sprechstunden aufgenommen werden und mit in die Analyse einfließen“, sagt Selchow.

Ziel der verschiedenen Maßnahmen ist das Sicherheitssiegel „Sichere Kommune“ des hessischen Innenministeriums. Das Siegel gibt es nur bei erfolgreicher Teilnahme, und es steht dafür, dass die ausgemachten Probleme angepackt und Lösungen erfolgreich umgesetzt wurden. 

„Die Auszeichnung mit dem Sicherheitssiegel bedeutet aber nicht, dass dort künftig kein Fahrrad mehr geklaut wird“, sagt Hessens Innenminister Peter Beuth. In Hanau, Bad Homburg, Schwalbach am Taunus und Maintal wurde das Projekt im Dezember modellhaft eingeführt. Wegen der guten Erfahrungen wird es jetzt auf alle hessischen Kommunen ausgeweitet.

Unter den Bürgermeistern hat das Projekt Interesse geweckt. „Allerdings hätten sich viele eine handfestere Lösung gewünscht“, sagt Wilhelm Gebhard. Die Idee eines Schutzmannes vor Ort wurde ebenfalls ins Spiel gebracht.

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