Waldkappelerin versteckt Eisenstangen gegen Hundekot in Blumenbeet

Waldkappel. In einem Beet in Waldkappel (Werra-Meißner-Kreis) sind zehn Eisenstangen gefunden worden. Ihre Spitzen sollten verhindern, dass Hunde ihren Kot dort hinterlassen.

Erst durch Recherchen kam heraus, dass diese Vorrichtung direkt gegen die Tiere gerichtet war. 

Bürgermeister Reiner Adam ist verärgert, dass sich die Bürger nicht an ihn gewandt haben. „Dann hätten wir natürlich sofort reagiert, denn Eisenstangen in einem Blumenbeet gehen überhaupt nicht.“ Zwar befänden sich diese direkt am Rathaus-Parkplatz, jedoch seien sie durch die Rostfarbe und weil sie teilweise durch Blumen verdeckt wurden nur schlecht zu erkennen gewesen, vermutet der Verwaltungschef.

Laut Anwohnern lassen Waldkappels Hundebesitzer ihre treuen Wegbegleiter gern mal das Geschäft in den Beeten verrichten. Unangenehm wird es für die Blumenpfleger, wenn der Kot der Vierbeiner durch ihre Herrchen und Frauchen nicht entfernt wird. Die Ehrenamtlichen waren genervt und klagten der Stadt ihren Ärger.

Die kümmerte sich und ließ Hinweisschilder für die Beete aufstellen. Allerdings führte auch dies nicht zum Erfolg. Eine Rentnerin aus Waldkappel ließ sich daher zur Selbstjustiz hinreißen. In einer Nacht- und Nebelaktion steckte sie die Eisenstangen in das Beet vor dem Rathaus und hoffte so, die Tiere daran zu hindern, dort ihr Geschäft zu verrichten. Die Frau zeigte im Interview keinerlei Einsicht. Und das, obwohl sich ein Mensch bei einem Sturz dort hätte verletzen können.

Waldkappels Tierliebhaber zeigen sich über das Vorgehen verärgert und können den Frust mancher Menschen nicht verstehen. Hundebesitzerin Manuela Konrad versicherte: „Wir haben immer Tüten dabei, um die Hinterlassenschaften unserer Hunde zu entfernen.“ Der Bürgermeister bestätigte das. Erklärungen, warum es dennoch manchem Herrchen und Frauchen egal ist, sucht man im Rathaus vergebens. Glücklicherweise seien es aber nur wenige, die sich nicht daran hielten.

Vertreter des Rathaus-Chefs haben die Eisenstangen mittlerweile entfernt. Damit können Hund, Herrchen und Frauchen wieder gefahrlos ihre Runden durch das kleine Uhlenfänger-Städtchen drehen. (red/flk)

Rubriklistenbild: © Hessennews.tv

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