Rund um die vier Wände

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Meißel statt Pinsel: Auszubildender Lukas Krengel (21) entfernt in einem Ladengeschäft in Eschwege, das für den neuen Mieter umgebaut werden soll, die alten Bodenfliesen.

Das Schönste ist, dass man in unserem Beruf am Abend sehen kann, was man geschafft hat“, erklärt Malermeister Mario Zinngrebe, der im Meißner Ortsteil Abterode den inzwischen 60 Jahre bestehenden Familienbetrieb mit 15 Mitarbeitern führt.

Das Unternehmen ist vielfältig rund um die vier Wände tätig: Malerarbeiten, Innenausbau, Fußboden, aber auch energetische Gebäudesanierung bei Alt- und Neubauten sowie Innenraumgestaltung mit ökologischen und nachhaltigen Materialien gehören zum Leistungsspektrum des Betriebes.

Facharbeiter und Azubis

Die Mannschaft setzt sich aus erfahrenen Facharbeitern und jungen Auszubildenden zusammen, so wie der 21-jährige Lukas Krengel, der in diesem Sommer seine Ausbildung abschließen wird. „Ich bin kein Bürohocker, sondern will unterwegs sein und was Neues kennenlernen“, sagt er. „Die Arbeit ist abwechslungsreich, wir machen vom Fußboden bis zur Decke alles.“

Wer heute eine Ausbildung als Maler und Lackierer macht, hat in der Zukunft einen sicheren Beruf, der eine breite Palette an beruflichen und persönlichen Möglichkeiten bereithält. „Gute Maler und Lackierer werden überall gesucht, an dieser Tatsache wird sich auch in Zukunft nichts ändern“, erklärt der Malermeister.

Soziale Kompetenz 

Um eine Ausbildung als Maler und Lackierer zu beginnen, sollte man über handwerkliches Geschick verfügen, räumliches Vorstellungsvermögen und ein kreatives Händchen haben. „Gute Noten in Mathe und Deutsch sind auch wichtig, aber viel wichtiger als Zensuren und Abschlüsse ist uns die soziale Kompetenz, weil auch bereits die Auszubildenden beinahe täglich Kontakt mit Kunden haben“, erklärt Zinngrebe diese Setzung des Auswahlschwerpunktes.

Wer sich für einen Ausbildungsplatz bewerben möchte, sollte vorher die Chance nutzen und ein Praktikum im Betrieb seiner Wahl oder einer vergleichbar arbeitenden Firma absolvieren, um den Beruf in der Praxis zu erleben. „Vorstellungen und Realität gehen oft weit auseinander“, weiß Zinngrebe aus Erfahrung.

Viele Fähigkeiten 

Während der Ausbildungszeit lernen die angehenden Maler und Lackierer viele Fähigkeiten, vor allem in Betrieben, die nicht nur auf einen Bereich spezialisiert sind. Maler- und Tapezierarbeiten, Bodenbelagsarbeiten, Fassadengestaltung, Wärmedämmverbundsysteme, dekorative Wandgestaltung wie Spachteltechniken, Trockenbau sowie Innen- und Außenputz gehören zu den Aufgaben und Inhalten der Ausbildung.

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Neben der Arbeit im Ausbildungsbetrieb gibt es einen Tag pro Woche Unterricht in der Berufsschule in Witzenhausen sowie Blockunterricht in der überbetrieblichen Ausbildung. Hier werden vor allem Fähigkeiten vermittelt, die im Alltag nicht so häufig vorkommen, und die Auszubildenden werden auf die praktische Zwischen- und Abschlussprüfung vorbereitet.

Meister bis Designer

Nach dem Abschluss kann man sich als Geselle oder als Meister weiterqualifizieren, oder auch Diplom-Ingenieur oder Diplom-Designer werden. „Die Möglichkeiten sind sehr vielseitig und mit einer handwerklichen Ausbildung kann man den Grundstein für vieles legen.“

Die Ausbildung zum Maler und Lackierer dauert regulär drei Jahre, mit vorhandenem Abitur wird die Zeit automatisch um ein Jahr verkürzt. „Aber auch alle anderen haben die Möglichkeit, bei guten Leistungen die Ausbildung um ein halbes Jahr zu verkürzen“, so Zinngrebe.

Weitere Informationen über die Ausbildung gibt es auf der Internetseite www.deine-zukunft-ist-bunt.de. (sb)

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