Wohnen in der Region

Kaum noch Bauplätze in Wanfried und Ortsteilen frei: Nachfrage steigt

Hier sollen zehn neue Bauplätze entstehen: Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard (von links), Christoph Hoffmann von der Stadtverwaltung sowie Gerd Mosebach von der Bauverwaltung werfen einen Blick in den Plan für das Baugebiet Im Boden III.
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Hier sollen zehn neue Bauplätze entstehen: Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard (von links), Christoph Hoffmann von der Stadtverwaltung sowie Gerd Mosebach von der Bauverwaltung werfen einen Blick in den Plan für das Baugebiet Im Boden III.

Keinen Einzigen Bauplatz gibt es mehr in Wanfried, wenige in den Stadtteilen, Interessierte stehen auf Wartelisten, Neue Bauplätze werden erschlossen. Ein Überblick über den aktuellen Stand.

Wanfried – Die Nachfrage nach Bauplätzen in Wanfried ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. In der Kernstadt gibt es keinen einzigen freien städtischen Bauplatz mehr. „Es zieht die Leute wieder aufs Land“, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Unter den Bauinteressenten seien etwa junge Rückkehrer, Einheimische, die bislang zur Miete wohnten, aber auch Menschen aus Nachbarkreisen und anderen Bundesländern.

Ein Überblick über den aktuellen Stand:

Im Boden III

In Wanfried haben Erschließungsarbeiten im Baugebiet „Im Boden III“ am südöstlichen Ortsrand von Wanfried stattgefunden. Entstehen werden dort zehn Baugrundstücke. Zehn feste Zusagen gibt es dafür bereits, weitere sechs befinden sich laut Gebhard auf der Warteliste. Diese Fläche bei Bedarf noch zu erschließen, war laut Gerd Mosebach von der Bauverwaltung von Anfang an geplant gewesen. Der Preis liegt aktuell bei 47,88 Euro pro Quadratmeter, darauf – sowie auf alle anderen Preise auch in den Ortsteilen – komme derzeit noch ein Rabatt von zehn Prozent, sagt Gebhard. Er betont, dass nicht nur Bauplätze beworben werden, sondern Interessenten genauso bestehende Gebäude angeboten werden, um die Innenstadt zu revitalisieren. „Hätten wir zehn leer stehende Fachwerkhäuser, hätten wir die auch schon verkauft“, verdeutlicht Verwaltungsleiter Christoph Hoffmann die Nachfrage.

Bauen ist nur südlich möglich, so wie hier Im Boden III. In westlicher Richtung ist die Werra im Weg, im Norden das Gewerbegebiet und im Osten die Umgehungsstraße.

Lerchensgrund

Die Stadtverordnetenversammlung hat zudem im Sommer 2020 beschlossen, dass die Ausweisung des 16 800 Quadratmeter großen potenziellen Baugebiets „Lerchensgrund“ vorbereitet werden soll. Nach dem Beschluss sammelten die Anwohner Tim Pippart und Ilona Huber Unterschriften gegen das Vorhaben. 200 seien bereits zusammengekommen. „Wir sammeln weiter“, so Pippart.

Die Fläche am südlichen Rand von Wanfried wird derzeit noch von entsprechenden Fachbehörden geprüft, es werden Konzepte und Pläne ausgearbeitet. „Bis es hier die erste Baugenehmigung gibt, gehen sicher noch zwei Jahre ins Land“, sagt Gebhard. Dennoch seien bereits elf Interessenten vorgemerkt.

Heldra

Aber nicht nur in Wanfried sind die Bauplätze knapp, auch in den Ortsteilen sind die Kapazitätsgrenzen erreicht. In Heldra im Baugebiet „Hinter den hohen Weiden“ sind mittlerweile alle neun Grundstücke verkauft. Seit diesem Jahr würden die letzten bereits bebaut. Der Preis für ein Grundstück liegt bei 36 Euro pro Quadratmeter.

Völkershausen

Im Baugebiet „Oberfeld II“ in Völkershausen ist derzeit lediglich eins von insgesamt elf Baugrundstücken verfügbar. In den vergangenen 15 Jahren sind hier sieben Einfamilienhäuser entstanden. Innerhalb eines Jahres wurden drei Grundstücke verkauft, eines erst vor Kurzem. „Daran sieht man, dass die Nachfrage anzieht“, sagt Gebhard. Auch hier kostet der Quadratmeter 36 Euro.

Altenburschla

Vor 20 Jahren wurden im Baugebiet „Schützengraben“ zehn Grundstücke erschlossen. Wie Gebhard erklärt, wurde aber erst vor zwei Jahren das erste verkauft, wo derzeit gebaut wird. „Hier gab es 18 Jahre lang kein Interesse und auch keine Bewegung“, sagt er. Nun werden hier die ersten beiden Häuser gebaut, ein weiteres Grundstück wurde verkauft und wiederum andere sind vorgemerkt. Sechs seien noch frei. Der Preis liegt bei 36 Euro pro Quadratmeter. „Die Bautätigkeit nimmt hier spürbar zu. Darüber freue ich mich sehr“, sagt Gebhard.

Aue

Im Baugebiet „Am Schloss“ in Aue sind derzeit noch vier Grundstücke frei. Zudem sind dort gerade zwei Einfamilienhäuser in Planung. In den vergangenen zwei Jahren wurden zwei Baugrundstücke verkauft, so Gebhard. Der Preis liegt in Aue etwas niedriger als in den anderen Ortschaften bei 23,40 Euro pro Quadratmeter. (Von Jessica Sippel)

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