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Schülerinnen aus Aue drehen Werbespot für Jugendfeuerwehr

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Von: Theresa Lippe

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Finnja Bachman (16) stammt aus einer Feuerwehr-Familie. Für ein Schulprojekt hat sie mit zwei Freundinnen einen Werbespot für die Jugendfeuerwehr Aue erstellt
Finnja Bachman (16) stammt aus einer Feuerwehr-Familie. Für ein Schulprojekt hat sie mit zwei Freundinnen einen Werbespot für die Jugendfeuerwehr Aue erstellt © theresa lippe

Drei Schülerinnen aus Aue haben einen Werbespot für Jugendfeuerwehr gestaltet, dafür haben sie sogar einen eigenen Jingle erstellt.

Aue – Über 1000 Aufrufe hatte der Werbespot schon, den die drei Schülerinnen Leonora Kamberaj, Milena Halt und Finnja Bachmann für die Jugendfeuerwehr Aue erstellt haben. Das Projekt aus dem Musikunterricht der 10. Klasse der Anne-Frank-Schule Wanfried entwickelt sich zu einem echten Hit.

„Wir hatten die Aufgabe, einen Werbefilm zu gestalten, für den wir eigentlich einfach den Text von einem Lied umschreiben sollten“, erklärt Finnja Bachmann. Ihre Idee war es, das Video über die Jugendfeuerwehr Aue zu gestaltet – ihr liebstes Hobby. Denn sie stammt aus einer Feuerwehr-Familie: Zwei Uropas, ein Opa, ihr Vater und ihr Bruder sind oder waren bei der Freiwilligen Feuerwehr. Sie selbst ist Gründungsmitglied der Kinderfeuerwehr Aue (2013) und bis heute in der Jugendfeuerwehr aktiv.

1300 Klicks für die Feuerwehr: Werbespot für Jugendabteilung

Leonora Kamberaj Schülerin
Leonora Kamberaj Schülerin © Privat

„Wir hatten auch kurz überlegt, einen Werbespot übers Tanzen zu machen, haben uns schließlich aber doch für die Jugendfeuerwehr entschieden“, erklärt die 16-Jährige. Eine andere Gruppe hätte beispielsweise einen Spot über Motoröl gemacht. Nicht bei allen sei es so glattgelaufen, wie in der Gruppe von Leonora, Milena und Finnja, aber schlussendlich haben alle Gruppen einen Werbespot eingereicht.

Die Idee zum Werbespot über die Jugendfeuerwehr Aue war geboren, doch lediglich einen Liedtext umdichten wollten die drei Zehntklässlerinnen nicht. „Fabian Planner, ein Freund von mir, hat eine Melodie für uns komponiert“, berichtet Finnja. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Milena und Leonora hat die 16-Jährige dann in knapp 90 Minuten den Text geschrieben: „Sie helfen in Not, sind immer dabei, die Jugendfeuerwehr; 112“ lautet eine Passage.

Den Sprechgesang haben sie mit dem Handy aufgenommen und alles auf dem iPad zusammengeschnitten. Vier Wochen Zeit hatten sie für das Projekt, das dann mit Note eins bewertet wurde.

Projekt im Musikunterricht: Schülerinnen gestalten Werbespot für Jugendfeuerwehr Aue

Der Werbespot zeigt zahlreiche Fotos aus dem Archiv der Kinder- und Jugendfeuerwehr Aue, zwischendurch gibt es Sequenzen, in denen Text eingeblendet wird. Und das Video kommt gut an: In der Facebook-Gruppe der Anne-Frank-Schule hat das Video um die 840 Aufrufe, auf der Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr Aue sind es etwa 450 Klicks. „Dass das Video und unser Lied für so viel Begeisterung sorgen würden, hätten wir nicht gedacht“, sagt Finnja Bachmann, freut sich aber über den Erfolg.

Milena Halt Schülerin
Milena Halt Schülerin © Privat

Der Song hat Ohrwurm-Potenzial und so berichtet sie, dass andere Schüler inzwischen auch schon die Eigenkomposition singen, weil sie ihn einfach nicht mehr aus dem Kopf kriegen. Ihre Mutter Diana Bachmann ergänzt – sichtlich stolz auf ihre Tochter und deren Freundinnen: „Auch bei Aues Wehrführer Kevin Koschalka und seiner Frau kam der Werbespot der drei Mädchen gut an. Der Standbrandinspektor hat ebenfalls positives Feedback gegeben.“

Jugendfeuerwehr Aue: Schülerinnen drehen Werbespot

Im Musikunterricht bei Lehrerin Sylvia König können sich die Schüler kreativ ausprobieren. „Wir haben auch schon mit einer App ein eigenes Kinderlied komponiert“, sagt Finnja. Ihr mache das viel Spaß, denn in ihrer Freizeit spielt sie selbst Klavier und auch Trompete im Schulorchester.

Finnjas Herz schlägt für die Feuerwehr, vielleicht eine Job-Option nach dem Abi? „Darüber habe ich auch schon nachgedacht, aber ich will irgendwann Kinder kriegen und dann als Frau einen Job bei der Berufsfeuerwehr zu haben gestaltet sich vermutlich etwas schwierig.“ Bei der Freiwilligen Feuerwehr wolle sie – wie der Rest ihrer Familie – aber auch nach der Schule noch aktiv bleiben. Von Theresa Lippe

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