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Richtfest am Plesseturm am Tag der Deutschen Einheit

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Von: Theresa Lippe

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50 Tonnen wiegt der Kran, mit dem die neuen Seitenpfosten an den Plesseturm gehoben werden.
50 Tonnen wiegt der Kran, mit dem die neuen Seitenpfosten an den Plesseturm gehoben werden. © stefanie salzmann

Im Juni 2018 hat sich der Förderverein zur Rettung des Plesseturms gegründet. Mehr als vier Jahre später feiert das Wahrzeichen am 3. Oktober nun Richtfest.

Wanfried – Was lange währt, wird auch in Wanfried endlich gut: Am Plesseturm wird am Montag – dem Tag der Deutschen Einheit – Richtfest gefeiert. Ein besonderes Datum, steht der Turm doch als Symbol der Deutschen Einheit nahe der thüringischen Grenze.

Das damals angeschlagene Wahrzeichen wurde bereits im Sommer 2016 aus Sicherheitsgründen gesperrt. Schlechtes Wetter, Bürokratie, Brut- und Nistzeiten haben zur Verspätung der Sanierungsarbeiten am Plesseturm beigetragen. „Die bereits geschafften Fortschritte am Turm sind gut zu erkennen“, sagt Uwe Roth, erster Vorsitzender des Fördervereins.

Der Rohbau sei nun fertig, auch zwei der vier Seitenpfosten seien inzwischen ausgetauscht. „Wenn die Pfosten alle erneuert sind, ist das Gröbste geschafft“, sagt Roth. Denn für die Balken braucht es einen 50 Tonnen schweren Kran. „Bei der aktuellen Witterung hatten wir teilweise Probleme, den Kran bis zum Einsatzort zu kriegen.“ Die weiteren Arbeiten seien dann deutlich überschaubarer, erklärt der Vorstand.

Seit Beginn des Projekts sei viel Optimismus gefordert gewesen, schließlich seien die äußeren Umstände nicht einfacher geworden, so Roth. So sei die damalige Spendenaktion, bei der Teile des Turms verkauft wurden, noch genau zum richtigen Zeitpunkt ins Leben gerufen worden: „Heute wäre das so nicht mehr umsetzbar“, ist sich Roth sicher.

Ein Blick in die Tiefe.
Ein Blick in die Tiefe. © förderverein plesseturm

Uwe Roth ist froh, dass aber nun ein Ende in Sicht ist, denn ein Wanfried ohne den Plesseturm könne er sich einfach nicht vorstellen. „Wenn die Sanierungsarbeiten hoffentlich im Frühjahr 2023 fertig sind und der Turm wieder begehbar ist, lassen wir die Korken knallen.“

Die Sanierungskosten

Schlussendlich wurden 170 000 Euro für die Sanierung des Plesseturms in Wanfried veranschlagt. Diese setzen sich aus Spenden (110 000 Euro), einem Zuschuss vom Bund (50 000 Euro) und Geld der Sparkassenförderung (10 000 Euro) zusammen. „Das sind etwa 30 bis 40 Prozent mehr, als wir zu Beginn des Projekts eingeplant hatten“, erklärt Roth.

Die Schäden

Das Holzkonstrukt des Plesseturms war gekennzeichnet von Verwitterung, wodurch die Standsicherheit und die Verkehrssicherheit des Bauwerks nicht mehr gegeben waren. Rissen, Abwitterungen, Versprödungen, Absplitterungen und zum Teil sogar Fäulniserscheinungen machten das Wahrzeichen marode. Nach einer Begutachtung wurde der Turm vor sechs Jahren dann für Besucher gesperrt.

Der Förderverein

Gleich 58 Gründungsmitglieder setzten damals ihre Unterschrift unter die Satzung: Uwe Roth wurde zum ersten Vorsitzenden gewählt und hat diesen Posten bis heute inne. Auch Joachim Erndwein ist seit Tag eins als zweiter Vorsitzender im Amt. Beide wurden bei der jüngsten Jahreshauptversammlung wiedergewählt. Inzwischen zählt der Verein 115 Mitglieder.

Diese fast zehn Meter langen Seitenpfosten machen den Plesseturm wieder stabil. Um sie anzuheben, dedarf es schwerem Geschütz.
Diese fast zehn Meter langen Seitenpfosten machen den Plesseturm wieder stabil. Um sie anzuheben, dedarf es schwerem Geschütz. © Salzmann, Stefanie

Das Richtfest

Am Montag, 3. Oktober, lädt der Förderverein Plesseturm zum Richtfest ein. Die Feier findet auf dem Grillplatz/Plesse in der Zeit von 13 bist 17 Uhr statt. Ab 14 Uhr werden sachkundige Personen vor Ort sein, um den Besuchern den Baufortschritt zu erklären, heißt es in der offiziellen Einladung. Um den Plesseturm beim Richtfest zu erreichen, bittet der Förderverein darum, einen Platz im Shuttlebus zu buchen. Kontakt per E-Mail an: foerderverein@plesseturm.de Von Theresa Lippe

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