Plesseturm

Alles für den Turm: Spendenbarometer in Wanfried knackt 75 000 Euro-Marke

Freude über 75 000-Euro-Marke am Barometer: Bürgermeister Wilhelm Gebhard (von links), Vorsitzender Uwe Roth, Carsten Vogt, Welf Lange und Claus Wehr.
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Freude über 75 000-Euro-Marke am Barometer: Bürgermeister Wilhelm Gebhard (von links), Vorsitzender Uwe Roth, Carsten Vogt, Welf Lange und Claus Wehr.

Vor gut einem Jahr wurde das Spendenbarometer am Rathaus der Stadt Wanfried zuletzt aktualisiert. 40 000 Euro sind seitdem dazu gekommen.

Wanfried – Nun zeigt das Barometer stolze 75 000 Euro an – alles für die Sanierung des Plesseturms. „Wir können alle sehr stolz sein und zufrieden durchatmen“, resümiert Uwe Roth, Vorsitzender des Fördervereins Plesseturm.

„Aber es gibt weiterhin viel zu tun“, fügt er hinzu. Damit meint er vor allem das Eintreiben der Spenden, denn damit ist noch längst nicht Schluss. 120 000 Euro wurden zu Beginn des Projekts 2016 noch einkalkuliert. „Es ist aber davon auszugehen, dass die Kosten noch einmal steigen“, sagt Roth.

Das liege unter anderem daran, dass auch der Verschleiß in den vergangenen vier Jahren, in denen noch nichts am Plesseturm gemacht werden konnte, weiter gestiegen ist. Auch könnten sich die Kosten für Material und Arbeit verändert haben. „Im Frühjahr wollen wir uns im Vorstand des Fördervereins noch einmal zusammen setzen und über die Kosten sprechen, sagt der Vorsitzende.

Mit 40 000 Euro mehr im Spendentopf ist der Förderverein seinem Ziel aber schon einmal ein ganzes Stück näher gerückt. Zu verdanken sei dieser Sprung unter anderem einem einzelnen, privaten Großspender, dem Wanfried sehr am Herzen liegt, sagt Roth. Der Spender wolle aber derzeit anonym bleiben. 20 000 Euro habe allein dieser gespendet.

Etwa weitere 3000 Euro seien aus den Mitgliedsbeiträgen des Vereins zusammengekommen, der große Rest stamme aber aus ganz vielen kleineren Spenden von Einzelpersonen, sagt Roth. „50 Euro sind mir genauso lieb wie eine große Spende.“ Jede noch so kleine Spende leiste einen wichtigen Beitrag.

Am Plesseturm sollen unter anderem die vier Eckpfeiler erneuert werden ebenso wie die Verbindungen zu den einzelnen Etagen. Das sei sehr aufwendig, denn der gesamte Turm müsse dabei stabilisiert werden, erklärt der Vorsitzende. Er hofft, mit der Sanierung im kommenden Spätsommer beginnen zu können und den Turm im Herbst zu eröffnen.

„Es ist für mich in Stein gemeißelt: Nächstes Jahr muss das was werden“, sagt Roth. „Wir werden alle Anstrengungen übernehmen, die restliche Summe aufzutreiben.“ Ein paar Asse habe er noch im Ärmel. Aber er macht es spannend, denn Genaueres möchte Roth noch nicht verraten.

Letztlich ist und bleibt die Sanierung des Plesseturms das große Ziel des Fördervereins, betont auch Bürgermeister Wilhelm Gebhard, der ebenfalls im Vorstand mitarbeitet. Der Aussichtsturm soll sowohl als hessisch-thüringisches Wanderziel als auch als Relikt der einstigen Teilung Deutschlands erhalten bleiben. „Und das nicht nur für die nächsten paar Jahre“, verdeutlicht Roth, „sondern für die kommenden Generationen.“ (Von Jessica Sippel)

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