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Anne-Frank-Schule Wanfried gibt feierliches Adventskonzert in der Stadtkirche

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Von: Kristin Weber

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Begeisterte mit traditionellen Weihnachtsliedern: der Schulchor der Anne-Frank-Schule in Wanfried.
Begeisterte mit traditionellen Weihnachtsliedern: der Schulchor der Anne-Frank-Schule in Wanfried. © Kristin Weber

Musikalisch und nachdenklich stimmten die Schüler der Anne-Frank-Schule Wanfried ihr Publikum auf Weihnachten ein.

Wanfried – Die letzten Klassenarbeiten des Kalenderjahres sind geschrieben, jetzt konnten sich die Schüler des Schulstandortes der Anne-Frank-Schule in Wanfried ganz auf die besinnliche Vorweihnachtszeit konzentrieren.

In der voll besetzten Stadtkirche in Wanfried stimmten sie das Publikum mit einem einstündigen Konzert mit Gedichtlesungen und anrührenden Geschichten atmosphärisch auf das Fest ein. Koordiniert und einstudiert wurde das Programm von Stefanie Hohmann-Pelka mit den Musik- und Theatergruppen der Schule von der fünften bis zur zehnten Klasse.

Den Auftakt machte das 24-köpfige Schulorchester unter der Leitung von Sylvia König und Susanne Schreiber mit „Macht hoch die Tür“ und „Somewhere in my memories“.

Geschichte erzählte vom Wunsch nach einem Klavier

Die Schüler der sechsten Klasse lasen Gedichte wie „Der kleine Nimmersatt“ oder „Markt und Straßen steh’n verlassen“ und der Chor sang „Ihr Kinderlein kommet“.

Eine besondere Weihnachtsgeschichte wurde von Hermine, Jason und Uljana aus der sechsten Klasse vorgetragen. Sie handelte von einem Kind aus der Ukraine, dass sich zu Weihnachten sehnlichst ein Klavier wünschte.

Doch da der Vater diesen Wunsch nicht erfüllen konnte, wurde er kreativ und malte einfach die Tastatur des Klaviers auf das Fensterbrett. So konnte das Kind wenigstens seine Fingerübungen fortsetzen.

Das 24-köpfige Schulorchester machte den Auftakt beim Adventskonzert in Wanfried.
Das 24-köpfige Schulorchester machte den Auftakt beim Adventskonzert in Wanfried. © Kristin Weber

Diese anrührende Geschichte untermalte Uljana mit einem Klavierbeitrag. Weihnachten sei ein Fest, das die Menschen brauchten, um jedes Jahr aufs Neue die Ereignisse des vergangenen Jahres zu sortieren, Ruhe zu finden und Mut zu fassen, sagte die Schulleiterin Christina Dietrich.

„Viele der Lieder und Texte, die wir heute hören und gemeinsam singen, sind in Zeiten entstanden, in denen es ebenfalls Mut, Hoffnung und Zuversicht bedurfte, damit eine positive Entwicklung gelingen konnte. Schonzeiten gab es in der Weltgeschichte noch nie. In jeder Krise, in der kleinen und in der großen, liegt auch eine Chance, eine Wandlung herbeizuführen und die Kraft zur Erneuerung zu entwickeln.“

Auch eine Wunschliste für Weihnachten hatten die Kinder mitgebracht: Sie wünschten sich nicht nur Frieden für die Ukraine und ein Ende der Corona-Epidemie, sondern auch Gleichberechtigung von Mann und Frau, Kinderrechte und mindestens einen Meter Schnee im Winter.

„Schüler wissen um die Sorgen der Welt“

Die Schulleiterin war berührt, mit welcher Konzentration die Schüler ihre Beiträge im Konzert vortrugen.

„Die Stärke und Unbefangenheit der Kinder, mit der sie musizieren und rezitieren, beeindruckt mich“, sagte sie. „Unsere Schüler wissen um die Sorgen der Welt und dennoch gelingt es ihnen, im hier und jetzt glücklich zu sein.“

Am Ende spielte das Orchester „Tochter Zion“, und alle zusammen sangen: „Oh du Fröhliche“. In diesem Winter seien die Kinder bereit, das Licht in den Räumen zu dimmen, um Energie zu sparen. Aber das Licht in ihren Herzen solle nie ausgehen, wünschten sie.

Von Kristin Weber

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