60.000 Euro Kosten

Empore ist nächstes Projekt: Stadtkirche zu Wanfried startet mit neuen Vorhaben in 2022

Die grau-grüne Farbe aus den 1960er-Jahren wird nach und nach aus der Stadtkirche zu Wanfried verbannt, um sie zu ihrem Originalzustand zurückzuführen.  
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Die grau-grüne Farbe aus den 1960er-Jahren wird nach und nach aus der Stadtkirche zu Wanfried verbannt, um sie zu ihrem Originalzustand zurückzuführen.  

Die Investitionen gehen weiter: Die Stadtkirche zu Wanfried startet nahtlos mit neuen Vorhaben ins Jahr 2022. Nun sind Haupteingang und Empore an der Reihe.

Wanfried – In der evangelischen Stadtkirche zu Wanfried geht es weiter mit Renovierungen voran. Nachdem im vergangenen Jahr im Innenraum unter anderem die Patronatsloge und die Kanzel professionell generalrestauriert wurden, geht es im neuen Jahr nahtlos mit den nächsten Projekten weiter.

Das angekündigte Infoterminal im Haupteingang steht, es bedarf allerdings noch eines letzten Schliffs. Drumherum um das neue Gerät wird nun der Vorraum renoviert. „Diese Renovierung haben wir im Prinzip vorgezogen“, sagt Wolf-Arthur Kalden vom Förderverein der Stadtkirche zu Wanfried. Damit soll zum neuen Terminal auch der Vorraum in einem passenden neuen Glanz erscheinen.

Rund 20 000 Euro soll die Renovierung kosten, etwa die Hälfte ist laut Kalden schon zusammengekommen. „Wir hoffen, dass der Vorraum bis Ostern fertig ist“, sagt Kalden. Unterstützt bei der Finanzierung wird der Förderverein hierbei auch von der VR-Bank Mitte, die eine gemeinsame Crowdfunding-Aktion plant. „Für jeden zahlenden Unterstützer verdoppeln wir die Spendensumme bis zu 50 Euro“, sagt Florian Hartleib von der VR-Bank.

Großprojekt Empore

Das nächste richtig große Projekt ist jedoch die Empore. Rund 60 000 Euro soll die Restaurierung insgesamt kosten, bei der unter anderem alte Farbe abgetragen werden muss – Überbleibsel aus den 1960er-Jahren. Der erste Schritt ist aber zunächst eine Befunduntersuchung, die die bauzeitliche Fassung der Empore freilegt. Rund 8000 Euro kostet diese, die Spendenaktion läuft über eine Onlineplattform. Die Empore ist das nächste Stück im Masterplan, um nach und nach den Originalzustand der 1888 erbauten Kirche im Stil des Historismus wiederherzustellen.

Konzerte fehlen

Seit Beginn der Coronapandemie war der Förderverein immer wieder gezwungen, Veranstaltungen wie Konzerte abzusagen. Auch die zu Beginn dieses Jahres geplanten Konzerte wurden vorerst gestrichen.. „Der Ausfall der Veranstaltungen tut nicht nur musikalisch und sozial weh, sondern auch finanziell“, sagt Kalden. Der überwiegende Großteil der Einnahmen des Fördervereins, mit denen auch die Restaurierungen der Kirche finanziert werden, stammen zwar aus Spenden, der kleinste Teil aus den Mitgliedsbeiträgen.

„Die größte Unterstützung erhalten wir aus Spenden, wir werden für unser Vorhaben stark unterstützt“, sagt Kalden mit Dankbarkeit. Dennoch: Immerhin ein Drittel bis etwa 40 Prozent der Einnahmen generiere der Förderverein über Veranstaltungen. Dass man mit diesem Geld nicht sicher rechnen kann, bedeute, dass Projekte derzeit etwas langsamer vorangehen, da die Finanzierung schwieriger wird. Kalden blickt aber auf die positive Seite: „Wir haben immerhin keine laufenden Kosten, die gedeckt werden müssen.“

Leute zurückhaltend

Eines sei Kalden im Laufe der Pandemie besonders aufgefallen: „Die Menschen sind deutlich zurückhaltender.“ Das gelte nicht nur für die Besucherzahlen bei Veranstaltungen, auch für die Gottesdienste. Selbst bei den großen Gottesdiensten zu Weihnachten und Neujahr seien merklich weniger Menschen in der Kirche gewesen – trotz Hygienekonzept. „Man verzichtet mittlerweile automatisch, Zurückhaltung ist durch die andauernde Pandemie zur Gewohnheit geworden“, erklärt Kalden.

Von Jessica Sippel

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