Mitglieder gesucht

In Wanfried entsteht ein internationales Forum für Afrika

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Wollen ein Forum für Afrika gründen: (von links) Emmanuel Ametepe aus Ghana, James Doku aus Ghana, Baba Idrisa Musah aus Ghana, Wolfgang Lieberknecht von der Wanfrieder Demokratie-Werkstatt, Mamu Eric Che aus Kamerun, Detlef Leps von Amnesty Eschwege und Dr. Wisdom Momoda aus Nigeria.

Wanfried. Einen Beitrag für Frieden und Menschenrechte in Afrika leisten – das soll das Ziel des internationalen Afrika-Forums sein, das gerade in Wanfried entsteht.

Wolfgang Lieberknecht von der Initiative Black and White und der Demokratie-Werkstatt Wanfried möchte das Projekt gemeinsam gemeinsam mit der Amnesty-International-Ortsgruppe Eschwege und einigen Afrikanern aufbauen. Ein erstes Treffen hat jetzt in Wanfried stattgefunden – nun soll der Verein aufgebaut werden.

„Wir wollen die in Deutschland lebenden Afrikaner mit diesem Forum stärker zusammenbringen“, sagt Emmanuel Ametepe. Der Ghanaer legt derzeit seine Doktorarbeit im Bereich Politikwissenschaft an der Uni Gießen ab und ist einer der Mitinitiatoren des Projektes. 

Laut Ametepe gebe es zahlreiche Organisationen von Afrikanern in Deutschland, diese würden aber nicht zusammenarbeiten. „Wir müssen die Diskussion darüber unterstützen, wie wir von Deutschland aus die Lebenschancen der Menschen in Afrika verbessern können, um so Fluchtursachen zu bekämpfen“, sagt Ametepe. 

Schwache Wirtschaft ist Fluchtgrund Nummer eins

Als Beispiel nennt er die Wirtschaftskraft, die in zahlreichen afrikanischen Staaten durch Interventionen seitens westlicher Politik stark geschwächt werde. „Die Hauptproduzenten für Schokolade weltweit sind die Elfenbeinküste und Ghana, aber die Weltmarktpreise für Schokolade werden nicht in diesen Ländern festgesetzt, sondern von außen diktiert“, nennt Ametepe als ein Beispiel. 

Das würde die Wirtschaft in den beiden Ländern allerdings so stark schwächen, dass die Menschen vor Ort nicht genug verdienen, um ihr Leben menschenwürdig zu gestalten. „Ein Hauptgrund für viele, die Flucht anzutreten“, sagt Ametepe.

Hauptziel des Afrika-Forums: Menschenrechte umsetzen

Hauptziel des Forums ist es deshalb, sich dafür zu engagieren, dass alle Menschen in Afrika in Frieden, mit sozialer Sicherheit und Gerechtigkeit, sicherer Umwelt und gleichberechtigter Selbstbestimmung leben können – Ziele, die in der 1948 verfassten UN-Menschenrechtserklärung festgeschrieben sind. Um das zu erreichen will man eine geballte Kompetenz aufbauen, um so Einfluss auf die westliche Politik zu nehmen. „Viele der heutigen Probleme sind nach dem Ende der Kolonialzeit entstanden, weil westliche Mächte Einfluss auf die Regierungen in Afrika genommen haben“, sagt Ametepe.

Noch Mitglieder für das Afrika-Forum gesucht

„Mitmachen kann im Forum jeder, der sich ebenfalls für diese Ziele engagieren möchte – ganz gleich welcher Nationalität, welches Geschlecht oder welcher Religion“, betont Wolfgang Lieberknecht.

Am Samstag und Sonntag, 16. und 17. Dezember, soll bei einem weiteren Treffen der Aufbau des Forums weiter diskutiert werden. „Wir haben bereits einige Mitglieder, die aus Ghana, Kamerun und Nigeria stammen und dort vor Ort bereits an Universitäten gelehrt haben – also ein hohes Potenzial und Engagement“, sagt Lieberknecht.

• Wer sich ebenfalls engagieren möchte ist eingeladen, sich zu beteiligen und kann sich anmelden bei Emmnuel Ametepe, E-Mail: tepeh2009@yahoo.com, Telefon 0176/80 50 80 70 oder bei der Initiative Black and White, E-Mail: b.u.w@gmx.net, Telefon 0 56 55/92 49 81.

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