Spende für das Gesamtkunstwerk

Kirchenerhaltungsstiftung unterstützt Gotteshäuser in Wanfried und Aue

Kirchen sind nicht nur irdische Kraftquellen, sondern stellen auch die Verbindung zum Himmel dar. Wir brauchen die Gebäude auch weiterhin unbedingt.
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Kirchen sind nicht nur irdische Kraftquellen, sondern stellen auch die Verbindung zum Himmel dar. Wir brauchen die Gebäude auch weiterhin unbedingt.

Die Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises Werra-Meißner war wieder aktiv. 8000 Euro gibt es für die Stadtkirche in Wanfried, 5000 Euro für die Kirche in Aue.

Wanfried – Die Wanfrieder Stadtkirche wurde 1884 bis 1888 erbaut, und zwar nach dem Eisenacher Regulativ von 1861. Dieses beschreibt einen architektonischen Standard für evangelische Kirchen, nach dem Formen, Farbe und Ornamentik durchgängig sein, sich außen und innen wiederholen sollen, in den Fenstern, an den Seiten, am Gestühl, der Kanzel, Altar und Prospekt der Orgel.

Ein Gesamtkunstwerk also, wie Wolf-Arthur Kalden, Vorsitzender des Fördervereins Stadtkirche zu Wanfried erläuterte. Dieser Schatz soll nach dem Willen des Fördervereins erhalten bleiben. Deshalb wurde ein Förderantrag bei der Kirchenerhaltungsstiftung des Kirchenkreises Werra-Meißner (früher: Eschwege) gestellt.

Seit 2008 unterstützt die Stiftung Gemeinden bei der Erhaltung ihrer Kirchen und versucht, die Eigeninitiative der Kirchengemeinden zu wecken, zu stärken und zu belohnen, indem die gesammelten Geldspenden, die im Förderzeitraum eines Jahres zusammenkommen und für ein ausgewähltes Bauprojekt bestimmt sind, verdoppelt werden.

In der Wanfrieder Stadtkirche übergab der Vorsitzende der Stiftung, Andreas von Scharfenberg, die aktuellen Förderbescheide für das Jahr 2021. „Bedingt durch die Pandemie haben wir die Übergabe in diesem Jahr von März auf den Sommer verlegt“, sagte von Scharfenberg. „Pünktlich zur EM können nun auch wir den Ball wieder aufnehmen und weitermachen.“ Insgesamt hat die Stiftung bereits 54 Bauprojekte unterstützt und dabei 288 000 Euro an Fördermitteln vergeben. Diesmal wird die Kirchengemeinde in Aue für die Sanierung ihrer Kirchenfenster mit 5000 Euro gefördert.

Den Förderbescheid nahmen die Mitglieder des Kirchenvorstands Christine Burhenne und Annelise Schäfer entgegen. 8000 Euro Zuschuss gibt es zur Sanierung der Kanzel der Stadtkirche in Wanfried, damit das Gesamtbild der Kirche erhalten bleibt. Diesen Förderbescheid nahm Wolf-Arthur Kalden entgegen. Die Dekanin des Evangelischen Kirchenkreises Werra-Meißner, Ulrike Laakmann, würdigte das Engagement der Stiftung. „In den vergangenen Monaten haben wir erlebt – und schmerzlich vermisst – wie wichtig die Kirchenräume sind“, sagte sie. „Sie sind nicht nur irdische Kraftquellen, sondern stellen auch die Verbindung zum Himmel dar. Wir brauchen die Gebäude auch weiterhin unbedingt.“

In Wanfried verabschiedeten sich Ernst Bartholomäus, Hedwig Siebert und Dr. Martin Arnold aus dem Vorstand der Stiftung. Neu hinzugekommen sind Ulrich Bernhard, Gero von Randow und Pfarrer Armin Scheerschmidt. Der Vorsitzende bleibt Andreas von Scharfenberg.

Und auch das berichtete Wolf-Arthur Kalden: In die Sanierung der Wanfrieder Stadtkirche sind in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 195 000 Euro geflossen. 115 000 konnte die Gemeinde selbst und durch Spenden aufbringen. 43 000 Euro gab es vom Kirchenerhaltungsfond der Landeskirche und 23 000 von der Kirchenerhaltungsstiftung. Das jüngste fertiggestellte Projekt war die Sanierung der Patronatsloge am Altar. (Kristin Weber)

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