NACH DER WAHL

Wahlergebnisse für Wanfried: Linke und FWG wollen mitgestalten

Grafik: Kommunalwahlergebnisse für Wanfried auf einen Blick.
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Kommunalwahlergebnisse für Wanfried auf einen Blick.

Die Ergebnisse der Kommunalwahl in Wanfried: Neue Gesichter sind nun im Parlament: Linke und FWG wollen in Wanfried mitgestalten.

Wanfried – Nach der Kommunalwahl hat sich die Zusammensetzung des Wanfrieder Parlaments von Grund auf geändert. Bestand die Stadtverordnetenversammlung zuvor aus den drei Parteien CDU, SPD und FDP finden die Bürger nun vier Parteien und Wählergemeinschaften vor – darunter zwei völlig neue .

Die FDP ist vollständig aus dem Parlament zurückgetreten, Vorsitzende Ute Lorenz-Roth möchte mehr Zeit ihrer Familie widmen, begründete sie ihren Entschluss noch vor der Wahl. Zur CDU und SPD halten nun Die Linke und die Freie Wähler Gemeinschaft im Parlament Einzug, die erstmals in Wanfried zur Wahl angetreten sind.

Die Linke

„Wir sind zum ersten Mal angetreten und sind glücklich, dass wir es ins Parlament geschafft haben“, sagt Antonia Krämer von den Linken. 5,5 Prozent hat die Partei in Wanfried erreicht. Dafür gibt es einen Sitz im Stadtparlament. Die Partei möchte dieses Ergebnis in den kommenden Jahren noch ausbauen. „Ich hoffe nun parteiübergreifend auf einen respektvollen und toleranten Umgang“, sagt Krämer, damit das Parlament gute Entscheidungen für ganz Wanfried treffen kann.

FWG

12,6 Prozent der Stimmen konnten die Freien Wähler für sich gewinnen. Ins Parlament einziehen werden Dr. Helmut Pippart mit 1115 Stimmen und Reiner Graf mit 1064 Stimmen. „Mit ein paar Prozentchen und einem Sitz mehr wäre ich noch zufriedener gewesen“, sagt Pippart. Dennoch sei die FWG froh, es ins Parlament geschafft zu haben. „Mein Hauptanliegen ist die Rettung der Altstadt“, sagt der Landarzt. Abstimmungstechnisch habe die CDU im Parlament die Oberhand, weiß Pippart, er hoffe aber dennoch, dass man der FWG Gehör schenken wird, zum Beispiel wenn es um beratende Tätigkeiten geht.

SPD

Gut 11 Prozentpunkte musste die SPD in Wanfried einbüßen und damit auch zwei Sitze im Parlament.

Im Endergebnis blicken die Sozialdemokraten auf genau 28,9 Prozent der Wählerstimmen, womit ihnen sechs Sitze bleiben. „Wir hätten uns mehr gewünscht, wirklich zufrieden kann man nicht sein“, sagt Fraktionsvorsitzende Lisa Susebach. Auch hätte sich die Partei andere Mehrheitsverhältnisse gewünscht, denn die CDU hat mit zehn von 19 Sitzen die absolute Mehrheit.

Susebach von den Sozialdemokraten wünscht sich für kommende Stadtverordnetenversammlungen: Es solle auf Augenhöhe debattiert werden und diejenigen Entscheidungen getroffen werden, die zum Besten für die Bürger von Wanfried seien.

CDU

Die CDU Wanfried hat mit 52,9 Prozent der Stimmen zwar gut zwei Prozent verloren, sei aber sehr zufrieden, sagt Jutta Niklass von der CDU. „Es ist bunter geworden im Parlament. Mehr Parteien bedeuten auch mehr Argumente. Aber das ist nicht von Nachteil“, sagt sie. Denn damit bilde man einen breiten Querschnitt der Bevölkerung ab. „Das braucht es, um Themen von allen Seiten zu betrachten.“ Auch die CDU-Politikerin wünscht sich, ebenso wie es die anderen Parteien betont haben, eine konstruktive Zusammenarbeit. (Von Jessica Sippel)

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