„Geschenk für Wanfried“

Konkrete Pläne für die Sanierung des Plesseturms: „Aus alten Fehlern lernen“

Die Sanierungsarbeiten des seit einigen Jahren baufälligen und gesperrten Plesseturms starten bald. Archiv: Sippel
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Die Sanierungsarbeiten des seit einigen Jahren baufälligen und gesperrten Plesseturms starten bald. Archiv: Sippel

Der Förderverein Plesseturm will möglichst im September mit Sanierung starten und im Oktober dann das Richtfest feiern

Wanfried – Mit der Sanierung des Plesseturms bei Wanfried soll es bald losgehen. Nachdem während der jüngsten Stadtverordnetenversammlung die Verantwortung für die Sanierung des Wahrzeichens auf den Förderverein Plesseturm übertragen wurde, haben sich die Mitglieder in der vergangenen Woche getroffen, um Grundlegendes über die nächsten Schritte der Sanierung zu besprechen.

Bei der Mitgliederversammlung im Freien beschloss der Verein, dass der 22 Meter hohe Turm durch die Firmen Wetzestein und Anhalt saniert wird. Wie Uwe Roth, Vorsitzender des Fördervereins, mitteilt, hat die Obere Naturschutzbehörde den Antrag auf die Befreiung von den FFH-Gebietsauflagen bereits vorliegen. Roth rechnet in Kürze mit der Genehmigung der Baumaßnahmen in dem Naturschutzgebiet. Denn neben einer Vielzahl an schutzwürdigen Pflanzen ist dort auch der Wanderfalke zu Hause, daher gebe es viele Auflagen zu beachten.

„Wenn alles gut geht, werden wir Anfang September mit den Arbeiten beginnen können“, sagt Roth. Bei der Sanierung sollen Fehler der Vergangenheit berücksichtigt werden, erklärt der zweite Vorsitzendes des Vereins, der Bauingenieur und Gutachter Joachim Erndwein. Einiges soll an dem Turm optimiert werden. Ecken und Kanten etwa, die in der Vergangenheit das Abtrocknen bei Nässe verhindert haben, sollen verbessert werden. Die Treppengeländer werden erneuert, durch zusätzliche Schutzmaßnahmen sollen zukünftig noch besser Unfälle vermieden werden.

Ansonsten soll alles so bleiben, wie es war. Der Plesseturm, der seit der Wiedervereinigung auch von thüringischer Seite ein beliebtes Ausflugsziel ist, soll sich in seiner Erscheinung nicht verändern. Das bestätigen die beiden Holz-, Maler- und Lehmbau-Handwerker Hubertus Wetzestein und Christian Anhalt, die mit ihren Firmen den Turm sanieren werden.

Das Zeitfenster dafür sei extrem eng, heißt es. Denn bereits im Oktober könne man mit stark sinkenden Temperaturen und Schnee auf der Plesse rechnen. „Wir werden das schon schaffen“, sagen sie. Roth hofft indes, dass pünktlich am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, am Turm ein Richtfest stattfinden kann.

Die Sanierung, für die der Förderverein Plesseturm in den vergangenen Jahren fast 165 000 Euro Spenden gesammelt hat, soll der Stadt Wanfried zum Geschenk gemacht werden, sagt Roth. Auch das hat der Förderverein in der vergangenen Woche beschlossen. Bürgermeister Wilhelm Gebhard spricht ein großes Dankeschön für das Engagement des Fördervereins aus, der sich für den Erhalt des Plesseturms einsetzt – ein Wahrzeichen deutsch-deutscher Geschichte, das den Bürgen auf beiden Seiten der Plesse am Herzen liegt.

Von Jessica Sippel

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