Persönliche Kontakte fehlen

Die Jugendlichen Neele und Loris von der Jugendfeuerwehr sprechen über die Coronapandemie

Sie schmieden Pläne, wenn die Pandemie vorbei ist: Loris Bachmann (16) aus Aue und Neele Fehrmann (12) aus Wanfried von den jeweiligen Jugendfeuerwehren.
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Sie schmieden Pläne, wenn die Pandemie vorbei ist: Loris Bachmann (16) aus Aue und Neele Fehrmann (12) aus Wanfried von den jeweiligen Jugendfeuerwehren.

Sie vermissen ihre Freunde und sogar die Schule: Trotzdem lassen sich Neele und Loris von den Jugendfeuerwehren Wanfried und Aue von der Coronapandemie nicht unterkriegen.

Wanfried/Aue – Die Coronapandemie fordert von der gesamten Gesellschaft viel Kraft, aber vor allem Geduld. So geht es auch den Jugendlichen im Werra-Meißner-Kreis. Heute kommen die zwölfjährige Neele Fehrmann aus Wanfried und der 16-jährige Loris Bachmann aus Aue zu Wort. Wie bei vielen hat sich auch für die beiden viel verändert.

Denn auch wenn sie die Maßnahmen akzeptieren und man sich daran gewöhnt habe, vermissen sie vor allem die direkten persönlichen Kontakte, sagen sie. Vor allem zu ihren Freunden und auch ihren Großeltern, die man gerade nur mit Vorsicht trifft, sagt Loris. Auch bei ihrem großen Hobby, der Jugendfeuerwehr, ist gerade alles anders. Trotzdem bleiben sie positiv gestimmt. „Im Online-Unterricht machen wir derzeit viel Theorie. Aber das ist eigentlich gar nicht so schlimm, es war immer spannend und hat Spaß gemacht“, sagt Loris, der sich bei der Jugendfeuerwehr Aue engagiert. Dabei geht es etwa um Gerätekunde und wie man im Brandfall vorgeht, erklärt er.

Trotzdem würden die beiden auch gerne mal wieder praktische Übungen machen. Auf dem Programm stehen sonst auch gemeinsame Ausflüge, die die Gemeinschaft stärken, sagt Neele von der Jugendfeuerwehr Wanfried. „Man wird mit der Zeit ein eingespieltes Team“, ergänzt Loris.

Online-Unterricht bei der Jugendfeuerwehr und auch in der Schule

Distanzunterricht gibt es derzeit auch noch an den Schulen. „Im Homeschooling lernt man aber nicht so viel wie direkt in der Schule“, findet Neele. „Und um 7.30 Uhr aufstehen muss ich trotzdem.“ So geht es auch Loris, der die Aufgaben meistens per Telefon mit seinen Freunden gemeinsam löst. Das Problem sei, dass man seine Fragen oft nicht direkt an die Lehrer stellen kann, erklärt der 16-Jährige, der auch einmal Lehrer werden will. Es dauere dann erst mal, bis die Antwort kommt. Die beiden sind froh, wenn es wieder in den normalen Unterricht geht. Dass sie einmal so denken würden, hätten sie früher nicht gedacht. Sie lachen.

Beim Thema Coronatestspflicht an Schulen zuckt Neele mit den Achseln: „Es ist halt so, kann ich ja eh nicht ändern“, sagt sie nüchtern. Wenigstens könne man dadurch erkennen, wer von Corona betroffen ist und wer nicht, erklärt die Zwölfjährige. „Der Coronatest tut nicht wirklich weh, es kitzelt mehr in der Nase, das ist nicht so schlimm“, weiß Loris. Auch an das Masketragen sei man schon gewöhnt.

Die Jugendlichen schmieden Pläne für die Zeit nach der Pandemie

Zu ihren Freunden, die sie normalerweise auch in der Schule sehen würden, halten sie vor allem über Handy und soziale Medien Kontakt. Die persönlichen Treffen vermissen sie aber. „Als wir noch kein Corona hatten, bin ich einfach mal so zu meinen Freunden gefahren. Gerade geht das nicht“, sagt Neele.

Auch ihre Hobbys neben der Jugendfeuerwehr sind seit Beginn der Pandemie eingeschränkt. Neele etwa, die einmal professionelle Bereiterin werden will, konnte über den Winter gar nicht reiten gehen. Das ist immerhin seit Februar wieder erlaubt. Jetzt muss sie, bis zum Pferd, eine Maske tragen. „Das stört mich aber nicht“, sagt sie. Auch Loris, der auf der Mitte und halb links bei den Handballern des VfL Wanfried sonst seine Tore wirft, freut sich darauf, wenn es wieder richtig losgeht. Denn die Saison wurde abgebrochen, Training findet derzeit nicht statt.

Und was sind ihre Pläne, wenn die Pandemie vorbei ist? „Mit Freunden treffen“, sagt Loris schlicht. Neele, die zuletzt das Achterbahnfieber gepackt hat, schmiedet dagegen schon konkrete Pläne: „Ich will mit meiner besten Freundin in einen Freizeitpark fahren.“ (Von Jessica Sippel)

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