Radfahren für ein gutes Klima

Parlament Waldkappel beschließt Teilnahme am Wettbewerb „Stadtradeln“

Ein Fahrradreifen steht auf einem Weg. Im Hintergrund geht die Sonne unter.
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In welchen drei Wochen die Stadt Waldkappel in diesem Jahr an der Aktion teilnimmt, ist noch nicht klar.

Das Waldkappeler Parlament hat in der vergangenen Woche beschlossen, in diesem Jahr erstmals an der Aktion „Stadtradeln“ teilzunehmen.

Waldkappel – Das Waldkappeler Parlament hat am Donnerstagabend beschlossen, in diesem Jahr erstmals als Kommune an der Aktion „Stadtradeln“ teilzunehmen. Getragen wurde diese Entscheidung von allen Stadtverordneten. Vorausgegangen war ein Antrag der SPD-Fraktion, die die Aktion mit Flyern und Plakaten vorbereiten, betreuen und nachbereiten wird. Mit dem Beitritt in das Förderprogramm „Stadtradeln“ möchte die Fraktion erreichen, dass die vorhandenen Radwege im Bereich der Stadt Waldkappel noch mehr an Attraktivität gewinnen beziehungsweise Möglichkeiten der Erweiterung und des Ausbaus vorhandener Radwege aufgreifen, erläuterte Torsten Urbach von der SPD.

„Wir sind überzeugt, dass die Sache eine gute Möglichkeit ist, um den Bürger auf das Fahrrad zu bewegen  – und auf die Stadt Waldkappel kommen keine Kosten zu“, sagte Urbach. Neben der SPD werde auch die CDU-Fraktion versuchen, Prämien für die Teilnehmer beizusteuern, versicherte der Fraktionsvorsitzende Alexander Frank.

Das ist „Stadtradeln“

Bei dem Klima-Wettbewerb „Stadtradeln“ geht es für alle Bewohner der teilnehmenden Stadt darum, in einem Zeitraum von 21 Tagen möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. Um auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, wurde die Initiative in Leben gerufen.

Dabei konkurrieren Städte mit anderen Kommunen in ganz Deutschland. Es spielt keine Rolle, ob Interessierte bereits täglich mit dem Rad fahren oder selten damit unterwegs sind. Die gefahrenen Strecken werden über eine App auf dem Handy aufgezeichnet, alleine oder im Team können dann Kilometer gesammelt werden. Wer sich aktiv am Wettbewerb in Waldkappel beteiligt, kann auch Preise gewinnen.

Radverkehrsplanung

Aber auch die Radverkehrsplanung in Waldkappel könnte profitieren, wenn sich genügend Bürger der Stadt an der Aktion „Stadtradeln“ beteiligen: Mit der Bürgerbeteiligungsplattform „Radar!“ kann die Verwaltung nämlich direkt auf das Wissen der Radfahrer zurückgreifen. Diese melden der Verwaltung Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung direkt in einem digitalen Stadtplan.

Aber auch die Stadtradeln-App kann bei der Radverkehrsplanung helfen: Die aufgezeichneten Strecken werden anonymisiert von der Technischen Universität Dresden ausgewertet. Die Erkenntnisse – zum Beispiel wo wie viel und wie schnell gefahren wird oder wo der Radverkehrsfluss verlangsamt wird – können den Kommunen bereitgestellt werden, erläuterte Matthias Gesang von der SPD am Donnerstagabend.

Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen übernimmt für alle Landkreise, Städte und Gemeinden in Hessen die Teilnahmegebühren als Unterstützung der Kommunen zur Stärkung der Nahmobilität. Die Maßnahme ist Teil des Integrierten Klimaschutzplans Hessen 2025 und der Nahmobilitätsstrategie für Hessen. In welchen drei Wochen das „Stadtradeln“ in Waldkappel stattfindet, das ist noch unklar. Die Stadtverwaltung möchte zu gegebenem Zeitpunkt darüber informieren. ( Maurice Morth)

Mehr unter stadtradeln.de

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