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Wanfried besiegt Eschwege knapp mit 32:31 vor gut 600 Zuschauern im Derby

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Von: Stefan Konklowsky

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Befreiender Jubel zusammen mit den Fans nach einer packenden Partie: Der VfL Wanfried besiegt den Eschweger TSV denkbar knapp mit 32:31 zuhause vor rund 600 Handballbegeisterten.
Befreiender Jubel zusammen mit den Fans nach einer packenden Partie: Der VfL Wanfried besiegt den Eschweger TSV denkbar knapp mit 32:31 zuhause vor rund 600 Handballbegeisterten. © Stefan Konklowsky

Es ist das Derby zweier Erzrivalen. In der Handball Landesliga empfang der VfL Wanfried den TSV Eschwege aufeinander. Am Ende siegten knapp die Wanfrieder.

Wanfried – „Die Platte wird wieder beben“ lautete die Überschrift vor dem Derby der beiden Erzrivalen in unserer Zeitung. Und sie hat tatsächlich gebebt. Bereits eine halbe Stunde vor dem Anpfiff war die Wanfrieder Schulsporthalle bis unters Dach gefüllt. Die knapp 600 Zuschauer wurden nicht enttäuscht. Nach einer emotionalen Achterbahnfahrt für alle Beteiligten triumphierten am Ende die Gastgeber knapp, glücklich, aber nicht unverdient.

Bis dahin war es allerdings ein weiter Weg für den im Vorfeld leicht favorisierten VfL. Der ETSV, ein Gegner auf Augenhöhe, warf alles in die Partie und kämpfte bis zum Ende, um dann doch mit leeren Händen dazustehen.

Eschweger gehen in Führung

Vier Minuten waren gespielt als die Wanfrieder Halle das erste Mal bebte. VfL-Torwart Stefan Harseim parierte den Siebenmeter von Alin Smeu, was jedoch aus Wanfrieder Sicht eine der wenigen guten Aktionen im ersten Durchgang war. Anders auf der Gegenseite: Cornel Medrea, der mit starken Paraden glänzte, seinem Team Sicherheit gab und mit gezielten Anspielen seine Mitspieler in Szene setzte.

Da zudem Alin Smeu bis zur 15. Minute gleich viermal traf, führten die Gäste zu diesem Zeitpunkt verdient mit 5:3. Und diese Führung gaben die Kreisstädter bis zum Seitenwechsel auch nicht mehr aus der Hand. Seltsam gehemmt in dieser Phase die Gastgeber, die über ihre Außen kaum etwas auf die Reihe brachten und sich viel zu oft frühzeitige Würfe nahmen, was Trainer Stefan Schröder dazu veranlasste nach dem 6:9 (18.) die erste Auszeit zu nehmen.

Viel Wirkung zeigte diese zunächst nicht. Der ETSV verpasste jedoch sich deutlicher abzusetzen. Negativer Höhepunkt aus Sicht des VfL die völlig berechtigte Rote Karte gegen Joshua Dietzel kurz vor dem Pausentee.

Rote Karten brachten Wanfried nicht aus der Fassung

Und auch die zweite Halbzeit sah den ETSV zunächst im Vorteil. Paul Nemenco vergab den ersten Wanfrieder Abschluss, Florian Bley sah bei einer Abwehraktion rot und Philipp Haaß sorgte für die erste Vier-Tore Führung der Gäste. Doch der VfL wehrte sich. Mit Milos Milosavljevic am Kreis, Tobias Hunstock auf der Linksaußenposition und dem kämpferisch überragenden Johannes Susebach fanden die Gastgeber ins Spiel zurück und schafften in Minute 38 den viel umjubelten 19:19 Ausgleich.

Eschweges Alin-Georgian Smeu im Wurf: Kurz darauf sah Miroljub Petkovic (25) die Rote Karte.
Eschweges Alin-Georgian Smeu im Wurf: Kurz darauf sah Miroljub Petkovic (25) die Rote Karte. © Markus Claus

„Während bei uns Spieler wie Mike Guthardt, Philipp Haaß und Fabian Otto über 60 Minuten durchspielen mussten, hatte der VfL von der Bank her doch einige Möglichkeiten“, sagte ETSV-Trainer Julian Triller. Beim 23:21 durch Paul Jegminat (43.) war die erste Zwei-Tore Führung für den VfL perfekt, die sich auch durch die dritte Rote Karte gegen Miroljub Petkovic nicht mehr von der Erfolgsspur abbringen ließen.

Trainer freuen sich über „tollen Handballabend“

Stark war aber auch die Moral der Gäste, die nach drei Treffern in Folge beim 29:29 (55.) wieder rankamen. Doch der in der Schlussphase nutzten der zielsichere Jegminat und Johannes Susebach die Möglichkeiten nach zwei eklatanten Eschweger Fehlpässen, um mit der 31:29 Führung den entscheidenden Vorsprung herauszuwerfen. Erleichtert zeigte sich VfL-Trainer Schröder am Ende. „Diese Derbys sind extrem schwer für uns zu spielen. Im Gegensatz zum ETSV fehlt uns da eine gewisse Lockerheit, sodass ich einfach nur froh über den Sieg bin.“

Sorgte für Kritik: Der Schiedsrichter zeigt Miroljub Petkovic (Nummer 25) die Rote Karte.
Sorgte für Kritik: Der Schiedsrichter zeigt Miroljub Petkovic (Nummer 25) die Rote Karte. © Markus Claus

Einig waren sich die Trainer über die Partie: „Wir haben ein spannendes und insgesamt faires Spiel gesehen, die Roten Karten gegen Bley und Petkovic waren etwas überzogen. Unter dem Strich war es ein toller Handballabend.“

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