Kind wird seit Montag vermisst

Suche in der Werra nach fünfjährigem Jungen abgebrochen

Wanfried. Spezialtaucher haben am Donnerstag in der Werra nach dem fünfjährigen Aref gesucht, der seit Montag vermisst wird. Am Nachmittag wurde die Suche ergebnislos abgebrochen.

Auf der Suche nach dem vermissten fünfjährigen Jungen in Wanfried (Werra-Meißner-Kreis) waren am Donnerstag Spezialtaucher in die Werra gestiegen. Sie gehören zu einer Privatfirma aus Niedersachsen. 

Aktualisiert: 15.32 Uhr

Seit Montagabend wurde fieberhaft nach dem kleinen Aref gesucht, der von einem Spielplatz ganz in der Nähe der Werra verschwunden ist. Ein Unterwasserroboter hatte am Mittwoch ein Objekt geortet, das von der Größe her etwa der des Jungen entspricht, wie ein Polizeisprecher sagte. Wegen der starken Strömung musste die Suche allerdings abgebrochen werden. Am Donnerstag stellte sich heraus, dass es sich bei dem Objekt um eine Steinplatte handelt.

Deshalb stiegen die Strömungstaucher an anderer Stelle, näher am Spielplatz gelegen, wieder in die Werra. Doch auch dieser Tauchgang der Spezialisten blieb ohne Erfolg. Daraufhin beendeten sie ihren Einsatz. "Es wäre müßig, auf diese Art weiter zu machen", sagte Polizeisprecher Reiner Lingner am Nachmittag, "es gibt keine weiteren Hinweise in diese Richtung." Am Freitag wird die Wasserschutzpolizei noch einmal die Ufer der Werra zwischen Wanfried und Eschwege absuchen. Das Sonarboot, mit dem der Flussboden gescannt wird, wurde bereits abgezogen. "Danach geht die normale Personensuche ihren Gang", so Lingner, "unsere Zeugenaufrufe bleiben bestehen."

Der fünfjährige Aref war am Montagabend von einem Spielplatz ganz in der Nähe der Werra verschwunden. Seine Mutter hatte ihn nach ihrer Aussage gegen 18 Uhr aus den Augen verloren, gegen 20.30 Uhr wurde Aref bei der Polizei als vermisst gemeldet.

Taucher suchen in der Werra nach vermissten Aref

Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus, vermutlich ist der Junge in den Fluss gestürzt und ertrunken. Hinweise auf ein Verbrechen hat sie bislang nicht. Die Ermittler suchen als Zeugen auch zwei Rad- und einen Autofahrer.

Mittlerweile gibt es auch eine Facebookgruppe, in der um Hinweise auf Aref gebeten wird: Facebookgruppe "Wo ist Aref?"

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Rubriklistenbild: © Deppe

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