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Versammlung der Stadtverordneten Wanfried: Minus von 122.000 Euro im Haushalt 2023

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Von: Tobias Stück

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Brauchen ein neues Löschfahrzeug: DIe Stadt Wanfried hat dafür 450 000 Euro im kommenden Jahr im Haushalt vorgesehen.
Brauchen ein neues Löschfahrzeug: Die Stadt Wanfried hat dafür 450.000 Euro im kommenden Jahr im Haushalt vorgesehen. © Tobias Stück

Steigende Ausgaben durch die Energiekrise und Personalkosten nannte Bürgermeister Wilhelm Gebhard als Faktoren, durch die der Haushalt Wanfrieds erstmals seit 2014 ein Defizit aufweist.

Heldra – Erstmals seit dem Jahr 2014 weist der Haushalt der Stadt Wanfried wieder ein Defizit auf. Das hat Bürgermeister Wilhelm Gebhard (CDU) am Freitagabend (16. Dezember) während der Stadtverordnetenversammlung im Bürgerhaus von Heldra bekannt gegeben.

122.500 Euro fehlen voraussichtlich im kommenden Jahr. Die Gründe: Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen – was den Haushalt 2023 kennzeichnet sei auch ein Ausblick auf zukünftige Haushalte, sagte Gebhard vor dem Plenum. Einnahmen von 9,375 Millionen Euro stehen Ausgaben von rund 9,5 Millionen Euro entgegen.

Mehrkosten durch Energiekrise und Personalausgaben

Auch an der Stadt Wanfried wird die Energiekrise nicht spurlos vorbeigehen. Ersichtlich wird das in den Sach- und Dienstleistungen. Rund 110.000 Euro wird Wanfried im kommenden Jahr mehr für Strom, Gas und Heizöl bezahlen. Weitere Kostensteigerung: das Personal.

Knapp 165.000 Euro wird die Stadt im kommenden Jahr mehr für die Personalausgaben aufwenden. Tarifsteigerungen und Stellenplanveränderungen in Verwaltung und beim Bauhof sorgen für die Mehrkosten.

Für die Aufarbeitung der NS-Geschichte stellt die Stadt 50.000 Euro bereit, 10.000 Euro sollen dafür an Fördermitteln fließen. Außerdem sind rund 150.000 Euro für den Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Altenburschla zur Krippengruppe vorgesehen. 26.000 Euro kostet die neue Berufsbekleidung der Feuerwehr.

Investieren in Kanalbau und Feuerwehr

Die Stadt Wanfried investiert aber auch Geld, um Gegenwerte zu schaffen. Der Kanalbau in der Kernstadt und den Stadtteilen wird wohl 400.000 Euro veranschlagen. Für den Ausbau der Verkehrsflächen des Neubaugebiets im Boden sind rund 250.000 Euro vorgesehen. Die Barrierefreiheit an Gehwegübergängen und an Haltestellen kosten rund 370.000 Euro.

Außerdem investiert die Stadt in die Sicherheit. Für die neue Feuerwehr von Heldra und Altenburschla (wir berichteten) am Standort Bahnhof Großburschla werden 2023 erst mal 50.000 Euro bereitgestellt. Die Beschaffung des neuen Feuerwehrautos für Aue beläuft sich auf 118.000 Euro, das neue Staffellöschfahrzeug der Kernstadt wird mit 450.000 Euro in den Haushalt eingestellt.

Höhere Einnahmen durch Einkommens- und Gewerbesteuer

Aber es gibt auch positive finanzielle Entwicklungen. Die Steuereinnahmen steigen. Die Einkommenssteuer um rund 150.000 Euro. Die Gewerbesteuer klettern auf den prognostizierten Höchststand von 1,15 Millionen Euro. Kehrseite der Medaille: Auch die Kreis- und Schulumlage sowie die Gewerbesteuerabgabe steigen somit.

Durch die Überschüsse aus den Vorjahren werden wird diesen negativen Haushaltsansatz ausgleichen können“, erklärte Gebhard dem Plenum sowie den Zuschauern im Saal und Zuhause. Den Livestream sahen sich in der Spitze bis zu 117 Leute an. Durchschnittlich schauten die überwiegende Zeit knapp 100 Menschen zu.

Von Tobias Stück

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