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Wanfried hat neuen Stavo-Chef

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Von: Theresa Lippe

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Wanfrieds neuer Stadtverordnetenvorsteher: Klaus Kremmer.
Wanfrieds neuer Stadtverordnetenvorsteher: Klaus Kremmer. © privat/nh

PORTRÄT Klaus Kremmer tritt die Nachfolge von Jutta Niklass als Stavo-Chef an

Wanfried – Er ist nun der wichtigste Mann Wanfrieds: Klaus Kremmer (47) hat die Nachfolge von Jutta Niklass als Stadtverordnetenvorsteher angetreten. Einstimmig wurde er bei der jüngsten Stavo ins Amt gewählt. „Das hat mich natürlich sehr gefreut“, sagt er im Gespräch.

Kremmer ist kein Unbekannter in Wanfried: Bereits seit 17 Jahren ist er als Abgeordneter im Parlament tätig und fungierte als Vertreter von Jutta Niklass. Aber auch als Pfarrmann ist er den Anwohnern bekannt. Klaus Kremmer ist mit Wanfrieds Pfarrerin Rosemarie Kremmer (sie besetzt seit November 2007 die Pfarrstelle in der evangelischen Kirche) verheiratet: „Ich bin es also gewohnt, dass mich die Menschen hier kennen“, sagt der 47-Jährige. Anders würde man ihn im neuen Amt bislang nicht behandeln.

Dass er als Wanfrieds neuer Stadtverordnetenvorsteher gewählt wird, kam für Kremmer nicht überraschend. „Da meine Vorgängerin schon länger kommuniziert hat, dass sie nicht die volle Legislaturperiode im Amt bleiben will, gab es natürlich schon vor der jüngsten Stavo Gespräche“, berichtet er.

Klaus Kremmer ist neuer Stadtverordnetenvorsteher in Wanfried

Bevor feststand, dass er sich zur Wahl stellt, hätte er mit seiner Frau Rosemarie Rücksprache gehalten. „Hätte sie gesagt, dass das für sie nicht in Ordnung geht, hätte ich diesen wichtigen Posten natürlich nicht angetreten. Aber ich habe ihre volle Unterstützung“, sagt Kremmer und freut sich.

Die Position als Stadtverordnetenvorsteher hat er nun erst mal bis zur nächsten Kommunalwahl im Jahr 2026 inne. Sein Einstieg ins Amt vorige Woche Freitag war direkt eine Bewährungsprobe, denn es kam zu hitzigen Konfrontationen im Parlament. „Das war definitiv keine Anfängersitzung. Es gab direkt volles Programm“, scherzt der neue Vorsitzende.

Wichtig sei, dass er trotz allem die Nerven bewahre, unparteiisch bleibe und unnötige Diskussionen unterbinde und somit einen reibungslosen Ablauf gewähre, fasst er seine wichtigsten Aufgaben für die Sitzungen zusammen. „Die Ordnung bei den Stadtverordnetenversammlungen muss bleiben. Das wird sich auch mit mir im Amt nicht ändern“, macht er deutlich.

Einstimmig gewählt: Klaus Kremmer ist neuer Stavo-Chef

Für seine neue Aufgabe als Stadtverordnetenvorsteher fühle er sich gut vorbereitet: „In den Jahren als Parlamentsmitglied und vor allem als Vertreter von meiner Vorgängerin habe ich schon einiges an Erfahrung sammeln können. Das hilft mir jetzt“, erklärt der Landwirtschaftsmeister. Zu allen Terminen werde er es persönlich aber wohl nicht schaffen. Kremmer: „Als Landwirt habe ich beruflich auch sehr viel zu tun. Die zeitliche Belastung sehe ich als größte Herausforderung in meinem neuen Amt.“ Der Wanfrieder betreibt Feldbau, eine Schweinezucht und hält Mutterkühe.

Gemeinsam lebt das Ehepaar mit Tochter und Hund in Kremmers Elternhaus. „Nachdem der Mietvertrag für das Pfarrhaus nach 15 Jahren auslief, haben wir das Haus saniert und wohnen seitdem dort.“ Kremmer ist unter anderem auch Oberleutnant im Wanfrieder Schützenverein und im Verwaltungsrat der katholischen Gemeinde St. Nikolaus.

Als neuer Vertreter des Stadtverordnetenvorstehers ist nun Christian Roth nachgerückt. Hauptberuflich ist Roth Berufsschullehrer für Agrarwirtschaft und Biologie, außerdem Direktvermarkter am „Wanfrieder Hofladen Digital“. Von Theresa Lippe

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