Das Risiko minimieren

Wanfrieder Parlament stimmt für mehr Hochwasserschutz

Hochwasser in in Wanfried - hier die Schlagd - seit jeher ein Thema.
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Hochwasser in in Wanfried - hier die Schlagd - seit jeher ein Thema.

Gegen Starkregenereignisse und Hochwasser wollen die Wanfrieder besser gewappnet sein. Darüber haben die Mandatsträger in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.

Wanfried - Wie aus dem Magistratsbericht zu Beginn der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hervorgeht, sollen daher Präventionsmaßnahmen stattfinden. In Eigenleistung sollen zugewachsene Bachläufe und Gewässer großzügig zurückgeschnitten und befreit werden. Als weitere konkrete Maßnahmen sind etwa Flut- und Überschwemmungsmulden sowie Rückhaltebecken möglich.

Um die Risikobereiche, die Größe und das Fassungsvermögen aber beurteilen zu können, braucht es die Unterstützung von Fachleuten, erklärt Gebhard. Weiterhin will der Magistrat dafür Fördermittel akquirieren.

Die FWG will Wanfried ebenso vor Hochwasser und Starkregen schützen. Reiner Graf und Dr. Helmut Pippart haben daher einen entsprechenden Antrag eingebracht, der von der Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass sowie von einigen Stadtverordneten aber wegen seiner losen Form kritisiert wurde. Es entbrannte eine Diskussion über die Korrektheit und Formulierung des Antrages, da Antrag und Begründung inhaltlich nicht zueinander passten.

„Wir wollen erreichen, dass Wanfried selbst tätig wird, anstatt direkt teure Gutachter zu beauftragen“, verdeutlichte Graf. Helmut Pippart wünschte sich zudem mehr Teilhabe an den Handlungen des Magistrats. Gebhard macht daraufhin auf die Aufgabenverteilung von Parlament als entscheidende Kraft und Magistrat als ausführende Kraft aufmerksam.

Darüber hinaus sei es die logische Vorgehensweise, essenzielle Berechnungen von baulichen Maßnahmen zum Hochwasserschutz zuvor von Experten auf dem Gebiet vornehmen zu lassen, sagte er. Die CDU reichte einen Gegenantrag ein, in dem es heißt: „Die Stadtverordnetenversammlung beschließt, sich der Vorgehensweise des Magistrats anzuschließen.“ Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Nach dem Disput verließ Pippart die Versammlung vorzeitig. Auf Anfrage begründete er dies unter anderem mit Kreislaufproblemen und seinem Ärger darüber, dass im Parlament „kein gut gemeinter Rat angenommen“ und „jegliche Vorschläge abgeschmettert“ würden.

Neben der FWG hatte auch Die Linke keinen Erfolg, ihren Antrag durchzusetzen. Antonia Krämer schlug einen Wochenmarkt vor, um die Innenstadt attraktiver zu machen und um lokale Unternehmen zu stärken.

„Die Verwaltung bzw. der Magistrat“ sollten prüfen, inwieweit dies etabliert werden kann. Prinzipiell sei das ein schöner Gedanke, so Lisa Susebach von der SPD, allerdings habe die SPD ein Problem mit der Formulierung. Auch sei es nicht Aufgabe der Verwaltung, privatwirtschaftliche Interesse umzusetzen, fügte die CDU-Fraktion hinzu. „Für einen Wochenmarkt bedarf es keines politischen Antrags“, meinte Gebhard. Wenn aber Händler auf Wanfried zukämen, würden sie alle Hebel in Bewegung setzen. Der Antrag wurde mit 13 Gegenstimmen, einer Ja-Stimme und drei Enthaltungen abgelehnt.

Sechs Ortsbeiräte geehrt

Sechs Ortsbeiräte konnten sich am Freitag über die Anerkennung für ihre ehrenamtliche Arbeit freuen: Die bronzene Ehrennadel beziehungsweise Ehrenbrosche haben Christina Lippold aus Altenburschla, Dr. Ursula Trebing aus Heldra, Frank Börner sowie Peter von Roeder je aus Völkershausen und Timo Jakob aus Heldra erhalten. Volker Kalwinsky hat für sein Engagement die silberne Ehrennadel erhalten. „Wir wollen Danke sagen. Ihr seid die Basis der Demokratie“, sagte Gebhard. » (Jessica Sippel)

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