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„Jeder Bissen zählt“: Ausstellung der Welthungerhilfe in der Waldorfschule

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Maja scannt mit ihrem Handy einen QR-Code ein, um Videos, Chats und Informationen zu erhalten.
Maja scannt mit ihrem Handy einen QR-Code ein, um Videos, Chats und Informationen zu erhalten. © Privat

In der Eschweger Waldorfschule gibt es eine Ausstellung über die Welthungerhilfe. Dabei können die Kinder über QR-Codes zusätzliche Infos mit dem Handy abrufen.

Eschwege – Endlich durften die Waldorfschüler der Klassen acht bis zehn im Unterricht ganz offiziell das Handy benutzen. Das war bei der Ausstellung der Welthungerhilfe „Jeder Bissen zählt“ unerlässlich und machte Spaß. Über einen Chat-Bot und QR-Codes konnten Videoclips, Quiz-Spiele und Umfragen angeschaut werden. Der eine oder andere Film war mit Untertiteln versehen und einer in englischer Sprache, sodass die Konzentrationsfähigkeit der Schüler gefordert wurde.

Ein Schüler blieb gleich an der ersten Stellwand zum Thema „Wasser“ stehen und fragte ganz aufgebracht: „Was hat denn Wasser mit Fleisch zu tun?“ Eine interessante Fragestellung, die direkt zum sehr unterschiedlichen Wasserverbrauch bei der Herstellung unserer Nahrungsmittel lenkte. Deutlich wurde, dass unsere Ernährungsgewohnheiten sich ändern müssen, damit alle Menschen auf der Welt sich überhaupt und zudem gesund ernähren können, ohne unser aller Lebensgrundlage dabei zu zerstören. Viele Schüler und deren Familien sind aber schon auf dem Weg, sich bewusst regional, saisonal, biologisch und teilweise überwiegend vegetarisch zu versorgen. In Gruppenarbeit wurden in den Wochen nach der Ausstellung die verschiedenen Themen aufbereitet und den Mitschülern präsentiert. Es gab anschließend lebhafte Diskussionen und einen intensiven Informationsaustausch, so wie man es sich als Lehrer wünscht.

Maja scannt mit ihrem Handy einen QR-Code ein, um Videos, Chats und Informationen zu erhalten.
Maja scannt mit ihrem Handy einen QR-Code ein, um Videos, Chats und Informationen zu erhalten. © Privat

Auch für Berufsschullehrer Thomas Mülverstedt war die Ausstellung ein gelungener, passgenauer Einstieg in die Thematik „Was hat mein Burger mit dem Klima zu tun?“. Die Schüler der zweijährigen Berufsfachschule Ernährung erfuhren im Fachunterricht die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Klima. „Die Schüler haben bisher wenig Erfahrung mit Sachausstellungen. Hinzu kommt, dass die Thematik in ihrem Alltag nur eine geringe bis gar keine Rolle spielte. Doch „Jeder Bissen zählt“ machte allen Lust auf mehr. Die meisten Grafiken waren gut verständlich oder konnten im fortführenden Unterricht geklärt werden. Jede Station der Ausstellung war zeitgemäß mit interaktiven Elementen versehen. Diese Abwechslung sorgte dafür, dem Thema mehr als eine Stunde zu folgen.“ Im Februar wollen die Berufsfachschüler der zehnten Klasse die Ergebnisse ihrer Arbeit und Teile der Ausstellung an einem Aktionstag zum Thema Ernährung und Klima auch allen anderen Schülern der Berufsschule präsentieren.

Die Ausstellung, die anlässlich des 25-jährigen Schuljubiläums der Freien Waldorfschule Werra-Meißner vom IBE Göttingen (Institut für Bildung und Erziehung) ausgeliehen wurde, wird von der Deutschen Postcode-Lotterie gefördert. Fünf Themen-Stationen zu Klimawandel, Ernährungsstilen, Land und Landwirtschaft sowie Wasser und Lebensmittelverschwendung informieren umfassend und zeitgemäß. (Ellen Schubert)

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