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Was gehört in den Biomüll? Biotonnen-Challenge startet am Montag

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Von: Marius Gogolla

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Bioabfall richtig entsorgen: Dafür setzen sich (v.l.) Ann-Christin Steidl (Abfallbeseitigung Witzenhausen), Lars Renner (Bauleitplanung Stadt Sontra), Landrätin Nicole Rathgeber, Carmen Zwingmann (Auszubildende Werra-Meißner-Kreis), Gabriele Maxisch (Umweltberaterin vom Kreis) und Matthias Wenderoth (Geschäftsführer Zweckverband Abfallwirtschaft Werra-Meißner) ein.
Bioabfall richtig entsorgen: Dafür setzen sich (v.l.) Ann-Christin Steidl (Abfallbeseitigung Witzenhausen), Lars Renner (Bauleitplanung Stadt Sontra), Landrätin Nicole Rathgeber, Carmen Zwingmann (Auszubildende Werra-Meißner-Kreis), Gabriele Maxisch (Umweltberaterin vom Kreis) und Matthias Wenderoth (Geschäftsführer Zweckverband Abfallwirtschaft Werra-Meißner) ein. © marius gogolla

Nicht immer ist dem Verbraucher klar, welcher Müll in die Biotonne gehört und welcher besser in den Restmüll wandert. Deswegen findet die bundesweite Biotonnen-Challenge statt.

Werra-Meißner – Sie soll zur richtigen Mülltrennung beitragen. Auch im Werra-Meißner-Kreis kann jeder mitmachen und zusätzlich an einem Gewinnspiel teilnehmen.

Der Bioabfall ist ein wertvoller Rohstoff, der unter anderem zur Produktion von Biogas und Erde dient. Wenn aber Plastik, Metall oder andere nicht kompostierbare Abfälle in der Biotonne landen, muss der Inhalt als Restmüll entsorgt werden. Das ist zum einen verbunden mit höheren Kosten, zum anderen werden die Rohstoffe verschwendet.

Die Biotonnen-Challenge soll durch amüsante und informative Instagram- und Facebook-Posts vor allem jüngere Menschen ansprechen. „Die Wiederverwertung von Rohstoffen ist ein dringliches und aktuelles Thema“, sagt Gabriele Maxisch, Umweltberaterin des Werra-Meißner-Kreises. Gerade der Biomüll habe viele Möglichkeiten der sinnvollen Wiederverwertung, die in den Fokus der Gesellschaft gerückt werden müssten.

Außerdem kann die falsche Entsorgung schädlich für den Menschen sein. „Wenn etwa Plastik in der Biotonne landet und zusammen mit den natürlichen Bestandteilen kompostiert wird, gelangt dadurch Mikroplastik auf die Felder“, erklärt Matthias Wenderoth, Geschäftsführer des Zweckverbandes Abfallwirtschaft im Werra-Meißner-Kreis. Dieses werde von den Pflanzen aufgenommen und lande schließlich in der Nahrungskette des Menschen.

28-Tage-Biotonnen-Challenge startet im Kreis

Bei richtiger Mülltrennung ist der Bioabfall vollständig für die Erzeugung von Energie nutzbar. „Aus dem Biogas wird Strom produziert“, sagt Wenderoth. „Bei der Vergärung entsteht weiterhin Wärme, die wir zum Heizen nutzen.“ Da die jüngere Generation ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein habe, ist Wenderoth zuversichtlich, dass die Aktion gut aufgenommen wird.

Die Biotonnen-Challenge beginnt am Montag, 7. November und dauert 28 Tage. Wer teilnehmen möchte, folgt dem Instagram-Kanal Biotonne Deutschland oder dem Facebook-Kanal Aktion Biotonne Deutschland. Der Werra-Meißner-Kreis verlost 28 Design-Vorsortierbehälter von Koziol, um das Engagement für mehr Klima- und Ressourcenschutz zu belohnen.

Die sogenannten Biotonis dienen der Sammlung von Biomüll in der Küche. Einsendeschluss ist der letzte Tag der Challenge. Landrätin Nicole Rathgeber wird die Gewinner aus allen Einsendungen ziehen. Wer an dem Gewinnspiel teilnehmen möchte, sendet eine Email mit einem Screenshot des eigenen Instagram- oder Facebook-Kanals mit Bezug zur Challenge an gabriele.maxisch@werra-meissner-kreis.de. (Marius Gogolla)

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