Gebühren steigen wegen Investitionen

Quellsanierung und Hochbehälter: Wasser in Berkatal wird teurer

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
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Trinkwasser wird in Berkatal ab 2021 teurer: Die Gebühren steigen vor allem wegen getätigter Investitionen.

Das Wasser in Berkatal wird teurer. Das haben die Gemeindevertreter bei ihrer Sitzung am Dienstag einstimmig beschlossen.

Berkatal - Rund 30 Cent mehr müssen die Berkataler Bürger ab dem 1. Januar 2021 für ihr Wasser zahlen: Statt bislang 1,90 Euro pro Kubikmeter steigt die Gebühr auf brutto 2,20 Euro.

Wesentlicher Treiber für die Kostensteigerung der Wassergebühren seien die Investitionen, die die Gemeinde in jüngster Vergangenheit für die Wasserversorgung von Frankershausen, Frankenhain und Hitzerode geleistet hat. Dazu zählt unter anderem der errichtete Hochbehälter, der Trinkwasser speichert und auf Dauer zur Sicherung der Wasserversorgung beiträgt.

Zudem wurden in diesem Jahr die Quellen saniert, die Berkatal mit Trinkwasser versorgten. Dafür mussten allein 130 000 Euro investiert werden. Die zweite Quelle im Wald am Hohen Meißner hat in den vergangenen Jahren immer weniger Wasser ausgeschüttet und versiegte letztendlich ganz. Zudem kam es zu weiteren Sanierungs- und Reparaturarbeiten. Zum Beispiel wurde eine 450 Meter lange Fallleitung von den Quellen zum Hochbehälter ausgetauscht.

Preiserhöhung laut den Gemeindevertretern notwendig und sinnvoll

Mit Blick auf die vergangenen Jahre seit 2014 wird für die Zukunft mit einem Wasserverbrauch analog zu 2019 mit rund 58 000 Kubikmetern gerechnet. Die Verbrauchsgebühr, die es zu decken gilt, liegt somit bei insgesamt 129 709 Euro.

Die Gebührenerhöhung trifft bei den Berkataler Gemeindevertretern auf Zuspruch. Gebührenerhöhungen würden zwar erst einmal immer kritisch gesehen, heißt es, hier jedoch sei die Preiserhöhung notwendig und sinnvoll. „Wir sollten uns bewusst machen, dass wir dafür auch eine sehr gute Wasserqualität haben“, meldet sich ein Gemeindevertreter zu Wort.

Gleichzeitig zeigen die Zahlen der vergangenen Jahre aber, dass der allgemeine Wasserverbrauch in Berkatal gesunken ist. (Jessica Sippel)

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