Wasserkraft für das Auto

Erste E-Ladesäule in Wanfried mit 100 Prozent Öko-Strom eröffnet

Sie eröffnen Wanfrieds erste E-Ladesäule: Bürgermeister Wilhelm Gebhard (von links) und Andreas von Scharfenberg sowie Marco Waldmann vom E-Werk.
+
Sie eröffnen Wanfrieds erste E-Ladesäule: Bürgermeister Wilhelm Gebhard (von links) und Andreas von Scharfenberg sowie Marco Waldmann vom E-Werk.

Strom kann nun auch in Wanfried getankt werden. In dieser Woche wurde die erste E-Ladesäule eröffnet.

Wanfried – „Wasserkraft to go“ steht auf der neuen Ladesäule in Wanfried. Denn Autos können hier Ökostrom aus Wasserkraft tanken – und zwar zu 100 Prozent, wie Marco Waldmann, technischer Leiter beim E-Werk Wanfried, verspricht.

Diese öffentliche E-Tankstelle ist die erste überhaupt in Wanfried. Die Stadt und das E-Werk haben die Ladesäule am Mittwoch gemeinsam eröffnet. Ab sofort können hier Elektroautos geladen werden. Bezahlt wird am Ende kilowattstundengenau per Handy-App über Paypal oder Kreditkarte.

E-Säule mit Nähe zur Innenstadt

12 000 Euro hat das E-Werk in die Ladesäule investiert, sagt Andreas von Scharfenberg, Geschäftsführer des E-Werks. Es sind zwei Ladestreckdosen vorhanden, die zwei Autos je mit bis zu 22 Kilowatt Strom versorgen können. Zum Vergleich: Der Firmenwagen des E-Werks, ein VW i-D3, lädt mit rund elf Kilowatt.

Mit dem Platz an der Bahnhofsstraße gegenüber der Sparkasse in Wanfried, haben die Stadt und das E-Werk einen optimalen Platz gefunden, findet auch Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Denn die Lage mit Nähe zur Innenstadt, zum Hotel, zum ehemaligen Bahnhof und zu Einkaufsmöglichkeiten sei ideal für Touristen.

„Wir als Stadt freuen uns sehr über die Ladesäule. Wir haben schon lange darauf hingefiebert“, sagt Gebhard. Vor der Säule sollen außerdem noch zwei Parkplätze entstehen, die für Elektroautos reserviert sind, sagt er.

Zuletzt viele Nachfragen nach Ladesäulen von Besuchern

Die E-Ladesäule sei einerseits für Einheimische, vor allem aber auch für die Besucher Wanfrieds gedacht. „Die meisten Wanfrieder, die ein Elektroauto haben, werden es zu Hause laden“, erklärt Waldmann. Anfragen nach E-Ladesäulen habe es von Besuchern in Wanfried zuletzt immer häufiger gegeben, berichtet Gebhard. Das bestätigt auch von Scharfenberg. Vor Wanfried hat das E-Werk bereits in Treffurt eine E-Ladesäule installiert.

Damit habe man in die Zukunft investiert und gleichzeitig ein Zeichen gesetzt. Von Scharfenberg macht auf die Wichtigkeit der Energie- und Mobilitätswende aufmerksam. Kernpunkt sei hierbei nämlich auch, früher oder später den gesamten Verkehrssektor auf klimaschonende Energien umzustellen. Darauf müsse man sich nach und nach vorbereiten. Noch sei die Zahl der Elektroautos auf deutschen Straßen übersichtlich. Doch auch Waldmann ist sich sicher: „Der Verbrenner stirbt aus.“ (jes)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.