Gestüt Altefeld

Weideauftrieb: erste Pferde auf der Sommerkoppel

Weidenauftrieb: Die dreijährigen und älteren Pferde werden von den Mitarbeitern des Gestüts Altefeld auf die Koppeln gebracht. Dort verbringen die Stuten und Wallache auch die Nächte.
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Weidenauftrieb: Die dreijährigen und älteren Pferde werden von den Mitarbeitern des Gestüts Altefeld auf die Koppeln gebracht. Dort verbringen die Stuten und Wallache auch die Nächte.

Auf dem Gelände des Gestüts Altefeld sind die ersten Pferde jetzt auf die Sommerweide umgezogen.

Altefeld – Über saftig grüne Wiesen zum Grasen und freien Auslauf rund um die Uhr können sich die ersten Pferde des Gestüts Altefeld in der Gemeinde Herleshausen nun freuen. Erst in dieser Woche fand auf dem Ringgauplateau der gemeinsame Weideauftrieb für Stuten und Wallache statt, wie Gestütsbesitzer Manfred Graf berichtet.

„Ähnlich wie bei den Kühen findet der Auftrieb traditionell am ersten Mai statt“, erklärt Graf. Da jedoch das Wetter in dieser Woche so gut mitgespielt habe und man den Mitarbeitern auch mal freigeben wolle, wie der Gestütsbesitzer lachend erzählt, dürfen die ersten Pferde schon seit Mittwoch die Koppeln auf dem Altefelder Gestütsgrund erkunden. Dieser Teil des Bodens trägt den melodischen Namen „Hinteres Rosenland“.

Auslauf ist für die Pferde wichtig. „Sie müssen sich bewegen“, sagt Graf. Deshalb haben die Pferde auf dem Gestüt zu jeder Jahreszeit Zugang auf eine der Koppeln. Im Winter aber eben auf einer nahe der Ställe. Auch deshalb, weil sie in der kalten Jahreszeit die Nacht im Stall verbringen – also aufgestallt werden, wie es heißt – und morgens sowie abends gefüttert werden müssen, erklärt der Gestütsbesitzer.

Jetzt fänden die Tiere aber grundsätzlich schon genügend fressbare Gräser und Kräuter auf der Koppel und bei Bedarf könne dann eben noch zugefüttert werden. Zudem werden sie mit Lecksteinen, die wichtige Mineralien enthalten, und Wasser versorgt. Der Auftrieb ist eine Sache von 30 bis 45 Minuten, berichtet Graf. „Wir können glücklicherweise auf ein internes Wegenetz zugreifen.“

Das bedeute auch, dass die Mitarbeiter die Pferde nicht führen müssten, sondern mehr oder weniger hinter ihnen hergingen und sie „treiben“. Weil die Pferdeherde auf den Koppeln, so Graf weiter, nach Alter und Geschlecht getrennt gehalten werde, findet auch der Auftrieb dementsprechend statt. In einer Herde befinden sich zehn bis 15 Tiere.

Doch nicht alle Altersgruppen dürfen schon die Nächte auf der Koppel verbringen. Die jungen Pferde etwa folgen später, sagt Graf. Wenn das Wetter milder ist. Jetzt könne es noch umschlagen. Dass männliche und weibliche Tiere auf einer Koppel gehalten werden, sei auch nur bei den älteren Stuten und den Wallachen der Fall.

„Die lassen die Stuten in Ruhe“, erzählt Graf. Im Sommer werden dann insgesamt 80 Pferde ihre Tage und Nächte auf den Koppeln verbringen. Darunter sind die etwa 45 gestütseigenen Tiere. Der andere Teil sind Pensionsgäste. „Manche Pferde kurieren eine Krankheit aus, andere sollen eine Pause einlegen“, erklärt Manfred Graf.

Anfang bis Mitte Oktober heißt es für die Tiere dann aber wieder: zurück in das Winterquartier. Doch bis dahin bleibt den Pferden – ob Jung oder Alt – noch jede Menge Zeit auf den grünen Wiesen des Gestüts Altefeld.

Von Hanna Maiterth

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