Ermittlungen

Grausiger Fund: Totes Schaf in Altkleider-Container entsorgt

Schafe in einem Stall
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In Hessen wurde ein totes Schaf in einem Container entsorgt. (Symbolfoto)

Einen grausamen Fund hat ein Mitarbeiter eines Kleidersammelunternehmens in der Region gemacht: Nun ermittelt die Polizei.

Weißenborn – Als der Mitarbeiter eines Kleidersammelunternehmens am Montag (01.03.2021) den Altkleidercontainer in Weißenborn leeren wollte, machte er einen Fund, den er so schnell nicht wieder vergessen wird: Ein totes Schaf fiel ihm entgegen, als er die Luke des Containers öffnete. Sogleich informierte er die Gemeindeverwaltung und auch die Polizei.

„Das ist grausam und hat mit einer Ordnungswidrigkeit nichts mehr zu tun“, sagt Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer. Umgehend sei auch das Veterinäramt informiert worden.

Grausamer-Fund in Altkleider-Container: Polizei ermittelt

Der Altkleidercontainer steht zentral mitten im Dorf, trotzdem gibt es bislang keine Hinweise auf die möglichen Täter. Mäurer ist sich sicher, dass es mindestens zwei Leute gewesen sein müssen, die gemeinsam das schwere Tier in die hoch gelegene Luke gehievt haben. An „Dreistigkeit“ sei diese Aktion nicht zu überbieten.

Noch an Ort und Stelle haben alle Anwesenden gemeinsam mit den Polizeibeamten nach einer Tätowierung oder einer Ohrmarke am Tier gesucht, mit dem der Besitzer ausfindig gemacht werden könnte. Nach Informationen von Thomas Mäurer konnte vor Ort aber nichts gefunden werden.

Fund in Weißenborn: Ermittlungen zu totem Schaf laufen

Auf Nachfrage bei der Polizei Werra-Meißner sagt Pressesprecher Alexander Först aber, im Protokoll des für den Fall zuständigen Beamten sei aber von einer Ohrmarke die Rede, die vor Ort gefunden worden sein soll. Bis Redaktionsschluss war der zuständige Beamte jedoch nicht mehr zu erreichen. So oder so: Die Polizei hat die Anzeige aufgenommen und die Ermittlungen laufen.

Weißenborn: Polizei ermittel nach Schaf-Fund.

Derzeit ist noch unklar, ob das Schaf bereits tot war und dann im Altkleidercontainer entsorgt wurde, oder lebendig dort hineingeworfen wurde. Letzteres würde einen deutlichen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz bedeuten, sagt Först. Denn das würde bedeuten, dass das Tier Qualen ausgesetzt war, in dem Container sogar verhungert oder verdurstet ist. Nach Paragraph 17 des Tierschutzgesetzes werden solche Fälle mit einem Bußgeld oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet.

Veterinäramt Werra-Meißner: Todesursache des Tieres muss geklärt werden

Das Veterinäramt des Kreises bestätigt, dass dann ein Strafverfahren eingeleitet werden würde. Der Besitzer dürfte gegebenenfalls keine Tiere mehr halten. Die Todesursache müsse durch eine Untersuchung des Kadavers ermittelt werden, wenn die Ermittlungen der Polizei dies vorsehen, so Först. Mindestens aber wurde hier gegen die Abfallbeseitigung verstoßen, was in den Bereich einer Ordnungswidrigkeit falle.

Wie Thomas Mäurer schildert, sei das Tier ein einem sehr ungepflegten Zustand gewesen. Mutmaßlich war es sogar trächtig. Die Totenstarre hielt beim Fund nicht mehr an, sodass davon man davon ausgehen kann, dass das Tier bereits einige Tage tot war. Das Tier wurde nun von einem Tierbeseitigungsunternehmen abgeholt. Die Kosten dafür geht zulasten der Gemeinde. Es bleibt zu hoffen, so Mäurer, dass das Tier nicht mehr gelebt hat, als es in den Container geworfen wurde.

Im vergangenen Jahr (2020) wurde auch in Kassel ein totes Tier im Müll gefunden. Hierbei handelte es sich allerdings um einen Hund. (Jessica Sippel)

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