Kriminalpolizei Eschwege ermittelt

Weißenborn: Heizöl ins Abwasser gelassen - Eingreifen verhindert Umweltverschmutzung

Heizöl wird abgeschöpft: Das Abwasser wird vom Öl befreit. Dafür wird die Anlage zwei Tage stillstehen.
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Heizöl wird abgeschöpft: Das Abwasser wird vom Öl befreit. Dafür wird die Anlage zwei Tage stillstehen.

Mit Vorsatz ist am Donnerstagmorgen Heizöl in den Abwasserkanal der Gemeinde Weißenborn geleitet worden.

Weißenborn – Die Kriminalpolizei und die Untere Wasserbehörde beim Werra-Meißner-Kreis ermitteln. Durch schnelles Eingreifen wurde Schlimmeres verhindert.

Um 10 Uhr wurde Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer per Telefonanruf informiert:. „Das Klärwerk aus Eschwege war dran und berichtete mir, dass sie bei uns Öl gerochen haben,“ berichtete er. Das Eschweger Zentralklärwerk fährt Weißenborn täglich routinemäßig an. Als die Mitarbeiter an diesem Tag aus dem Auto stiegen, schlug ihnen sogleich ein penetranter Ölgeruch um die Nase. Auf der Suche nach der Quelle wurden sie Zeugen, als das Heizöl gerade im Klärwerk einfloß. Und sofort wurde die Kläranlage gestoppt. Wäre das Öl unbehelligt weitergeflossen, wären laut Mäurer die umliegenden Gewässer verschmutzt worden und immenser finanzieller Schaden entstanden.

Aufgrund von Geruch und Konsistenz des Kraftstoffes können die Fachleute eindeutig Heizöl identifizieren. „Da das Öl gerade frisch im Klärwerk eintraf, gingen wir davon aus, dass die Tat noch nicht allzu lange zurücklag“, so Mäurer, der sich sogleich mit Mitarbeitern des Bauhofs auf Spurensuche machte. Der Geruchsspur folgend drehten sie jeden Gullideckel um, bis sie schließlich den Tatort eingrenzen konnten. Daraufhin sicherten sie Proben, die dann der alarmierten Polizei übergeben wurden.

„Wir haben gleich Anzeige gestellt“, so Mäurer, den die Sorglosigkeit des Täters fassungslos zurücklässt. „Da hat jemand mit Vorsatz gehandelt und das Risiko in Kauf genommen, einen größeren Schaden für die Umwelt sowie für die gesamte Gemeinde zu verursachen“, regte er sich auf.

Für die Reinigung des Abwassers wurde eine Spezialfirma beauftragt, die nun das Öl, dessen Menge man im Nachhinein nicht mehr genauer bestimmen kann, abträgt. Falls kein Täter ausgemacht werden kann, entsteht für die Gemeinde ein Schaden von mehreren tausend Euro.

Bürgermeister Mäurer, der den Fall auch an die Untere Wasserbehörde gemeldet hat, ruft die Einwohner dringend um ihre Mithilfe in dem Fall auf. Die Eschweger Kriminalpolizei ermittelt und bittet um Hinweise.  

Hinweise: Tel. 0 56 51/92 50

(Ulrike Käbberich/Stefan Forbert)

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