Weniger Felsen für mehr Sicherheit

Fahrzeuge bekommen mehr Platz auf Landstraße zwischen Witzenhausen und Wendershausen

Rund 15 Kubikmeter Felsgestein sind von einer Spezialfirma an der Landstraße zwischen Witzenhausen und Wendershausen entfernt worden.
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Rund 15 Kubikmeter Felsgestein sind von einer Spezialfirma an der Landstraße zwischen Witzenhausen und Wendershausen entfernt worden.

Witzenhausen – Für die Erneuerung eines beschädigten Sicherungsnetzes musste die Landesstraße zwischen Witzenhausen und Wendershausen am vergangenen Montag voll gesperrt werden. Die Arbeiten gehen jetzt wesentlich schneller voran als geplant.

„Im Rahmen unserer regelmäßigen Streckenkontrollen hatten wir festgestellt, dass das Stahlnetz, das an der Felswand in der sogenannten Stiegkurve gespannt ist und das Herabfallen von Felsbrocken auf die Straße verhindern soll, teilweise aufgerissen war“, sagt Hubertus Kell, Leiter der Straßenmeisterei Witzenhausen. Grund für die Beschädigung seien vermutlich Lastwagen gewesen, die das Netz in der engen Kurve touchiert haben. „Konkret belegen können wir diese Annahme allerdings nicht, da uns ein solcher Vorfall nie gemeldet wurde“, so Kell.

Bei der Planung der Reparaturen habe man in Zusammenarbeit mit dem Kostenträger Hessen Mobil entschieden, die in der Kurve etwas hervorstehende Felswand zunächst um rund einen halben Meter abzutragen. „Dadurch wird es an der Stelle insgesamt etwas breiter und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fahrzeug künftig mit dem Stahlnetz in Berührung kommt, verringert sich deutlich“, sagt Kell.

Von den rund 15 Kubikmetern Felsmaterial, die inzwischen von einer Spezialfirma abgetragen wurde, soll etwa die Hälfte nach Ellingerode gebracht werden, um dort ein bestehendes Kreuzkröten-Habitat zu vergrößern und so etwas für den Naturschutz zu tun. „Überhaupt war der gesamte Planungsprozess der Maßnahme eng mit der Naturschutzbehörde abgestimmt worden“, so Kell, der die vom Land Hessen getragenen Gesamtkosten der Maßnahme mit 30 000 Euro beziffert.

Nachdem am Freitag der oberhalb der Felswand gelegene Geländeteil von losem Material befreit wurde, wird im nächsten Schritt das Stahlnetz auf einer Länge von etwa 20 Metern erneuert und verankert. „Da wir nicht wussten, wie der Fels sich während des Abtragens verhält, war die Sperrung der Landesstraße ursprünglich bis zum 27. November vorgesehen“, sagt Hubertus Kell. Nachdem die Arbeiten nun aber viel schneller als geplant verlaufen seien, rechne er damit, dass die Straße bereits im Laufe dieser Woche wieder freigegeben werden kann. (Per Schröter)

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