Werra-Meißner-Kreis

Weniger Hochzeiten geplant: Anfragen an Standesämter sind rückläufig

Schloss Berlepsch als Trauort ist sehr beliebt bei Brautpaaren.
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Schloss Berlepsch als Trauort ist sehr beliebt bei Brautpaaren.

Mit dem Frühling beginnt eigentlich die Hochzeitssaison im Kreis. Da es wegen der Pandemie auch hier große Einschränkungen gibt, verzichten viele Paare auf die Trauung oder verschieben den Termin.

Werra-Meißner - Ein besonders starker Rückgang an Heiratsanfragen ist in Bad Sooden-Allendorf spürbar. „Die geplanten Trauungen belaufen sich bis jetzt auf 17 für das gesamte Jahr. Wir lagen die letzten Jahre bei etwa 50 Trauungen pro Jahr“, sagt Standesbeamtin Jelena Schreiber.

Auch in Witzenhausen hat die Hochzeitssaison eher schleppend begonnen. „In den vergangenen Jahren waren wir Anfang März bei etwa zwölf Trauungen. In diesem Jahr haben wir das zwölfte Paar erst in der zweiten Aprilwoche getraut“, sagt Uwe Faßhauer von der Stadt Witzenhausen. Ab Mai seien Eheschließungen dann allerdings in üblicher Anzahl vorgemerkt. „Davon werden aber auch immer mehr abgesagt“, so Faßhauer. Auch die Standesämter in Herleshausen und Wanfried berichten von einer geringen Anzahl an Heiratsanfragen.

Nicht bestätigen kann diese Entwicklung Denise Weichgrebe vom Standesamt Eschwege. „Wir können bisher keinen Rückgang zum Vorjahr verzeichnen. Es gibt weiterhin Paare, die trotz Corona heiraten möchten.“ Und auch in Meinhard hat sich die Anzahl an Heiratsanfragen noch nicht groß verändert. Viele Paare hätten ihre Hochzeit allerdings schon von 2020 auf dieses Jahr verschoben. „Nun gibt es bereits die ersten Verschiebungen auf das Jahr 2022. Wie viele Paare vielleicht noch ihren Termin verlegen, können wir momentan noch nicht einschätzen“, sagt Birgit Buchbach vom Standesamt.

Bei den Brautpaaren besonders beliebt sind die Außenstandorte der Standesämter. Doch auch die Trauungen auf den Schlössern und Burgen sind nur eingeschränkt möglich. So kann man sich zwar auf dem Schloss Wolfsbrunnen trauen lassen, die Gastronomie steht allerdings nicht zur Verfügung. Ebenso ist es auf Schloss Berlepsch, auf der Burg Ludwigstein, auf Schloss Augustenau und im Hotel Hohenhaus.

Jelena Schreiber, Standesbeamtin von Bad Sooden-Allendorf, berichtet auch von positiven Erfahrungen in der Pandemie: „Wenn nur das Brautpaar vor uns sitzt, entsteht eine ganz persönliche Atmosphäre. Und wir haben auch Trauungen gestaltet, wo die Gäste per Videoübertragung von zu Hause aus zuschauen konnten.“ (Anna Weyh)

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