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Die Zahl der Verkehrsunfälle im Werra-Meißner-Kreis ist gestiegen

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Von: Wiebke Huck

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Im Dezember kam es bei Unterrieden, wo die Bundesstraße 80 auf die Bundesstraße 27 trifft, zu einem Verkehrsunfall. Zwei Menschen wurden verletzt, an den Fahrzeugen entstand Totalschaden.
Im Dezember kam es bei Unterrieden, wo die Bundesstraße 80 auf die Bundesstraße 27 trifft, zu einem Verkehrsunfall. Zwei Menschen wurden verletzt, an den Fahrzeugen entstand Totalschaden. © Werner Keller

2021 gab es mehr Unfälle im Werra-Meißner-Kreis und fünf Tote.

Werra-Meißner – Die Zahl der Verkehrsunfälle ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr moderat angestiegen. Das teilt die Polizeidirektion Werra-Meißner mit. Konkret bedeutet das, dass 155 Verkehrsunfälle mehr als im Vorjahr von der Polizei aufgenommenen wurden. Damit ist die Zahl im Werra-Meißner-Kreis auf 2298 gestiegen. Im Vorjahr waren die Zahlen rückläufig.

Die Summe der bei Verkehrsunfällen leicht- und schwerverletzten Personen hingegen hat sich ein weiteres Mal verringert. „Mit insgesamt 323 bedeutet der diesjährige Wert einen Tiefststand gemäß der hier seit 1980 vorliegenden Aufzeichnungen“, teilt Polizeihauptkommissar Frank Grubbe in seinem Bericht mit. Fünf Menschen wurden 2021 bei insgesamt vier Verkehrsunfällen tödlich verletzt. Im Jahr zuvor gab es nur einen Unfall mit tödlichem Ausgang im Kreis.

Mit den zunehmenden Verkehrsunfallzahlen sei auch die Gesamtsachschadenssumme gewachsen, heißt es weiter: um 11,99 Prozent auf insgesamt 6 339 000 Euro.

Etwa die Hälfte aller Verkehrsunfälle im Werra-Meißner-Kreis wurde von der Polizeistation Eschwege erfasst. 71 mehr als im Vorjahr, insgesamt waren es 1192. Auch in Sontra erhöhte sich die Zahl um 35 auf 358. In Hessisch Lichtenau ist der im Verhältnis höchste Anstieg zu verzeichnen, 2021 waren es insgesamt 413 Fälle, 66 mehr als 2020. Nur im Bereich Witzenhausen sind die Verkehrsunfallzahlen erneut gesunken, um 21 auf 335.

40 Mal stand mindestens ein Beteiligter im Werra-Meißner-Kreis unter Einfluss von Alkohol, im Vorjahr waren es 12 alkoholbedingte Verkehrsunfälle weniger. Damit nahm laut Bericht die Zahl seit 2017 erstmals wieder zu. Mit sechs Verkehrsunfällen unter Drogeneinfluss verdoppelt sich die Anzahl in diesem Deliktsbereich. Alkohol in Verbindung mit Drogen waren zwei Mal im Spiel.

Die Gesamtzahl der Fahrer, die bei präventiven Kontrollen aus dem Verkehr gezogen wurden, hat sich gegenüber dem Vorjahr wieder erhöht. 57 waren alkoholisiert, 40 standen unter Drogeneinfluss. Zwei mal wurden beide Rauschmittel bei den Fahrern nachgewiesen. Unfälle wurden hier aber nicht verursacht. Die Anzahl der Verkehrsunfallfluchten ist 2021 um 31 Fälle auf insgesamt 505 gestiegen. Bei 22 Prozent der polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfälle flüchtete somit ein Unfallbeteiligter. In 193 Fällen konnte der Verursacher ermittelt werden. (hbk)

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