Neu-Eichenberger können Anteilseigner am ersten  Dorfgarten werden

Junges Gemüse: Jan Henrik Cors (links mit Töchterchen Lieselotte) und Sandro Knauß mit kleinen Saltatpflänzchen, die später in ihrem Dorfgarten zu voller Größe heranwachsen sollen.

Hebenshausen. Was macht jemand, der sein tägliches Gemüse frisch aus dem Garten bevorzugt und dabei auch genau wissen will, wo es herkommt? Und der selbst nicht die Möglichkeit oder die Zeit hat, es im eigenen Garten anzubauen?

Für die Menschen in der Gemeinde Neu-Eichenberg und den angrenzenden Ortschaften gibt es dafür jetzt die perfekte Lösung: Sie können Anteilseigner am ersten Dorfgarten der Region in Hebenshausen werden und zu einem vernünftigen Preis regelmäßig ökologisch angebautes Gemüse beziehen.

„Wir wollen Menschen ansprechen, die nicht nur Wert auf regional, sondern vielmehr auf lokal angebautes Gemüse legen“, sagt Jan-Henrik Cors, Student der ökologischen Agrarwissenschaften an der Uni Witzenhausen und einer von vier Dorfgarten-Gründern. Und so funktioniert es: Jan Henrik Cors, Christian Pratz, Sandro Knauß und Sonja Troester bekamen von Hebenshäuser Landwirten zwei jeweils rund 2000 Quadratmeter große Flächen zur Verfügung gestellt. Auf denen bauen sie etwa 40 Sorten Gemüse – von Salat über Kohl und Brokkoli, Zwiebel- und Kürbisgewächsen, Tomaten, Paprika und Auberginen bis Spinat, Fenchel und Radieschen – sowie diverse Kräuter und Blumen an.

„Die Fläche ist groß genug, um darauf Gemüse für 40 Menschen anzubauen und diesen eine Vollversorgung zu garantieren, die großzügig bemessen ist“, erklärt Jan Henrik Cors. Dementsprechend würden 40 Anteile verkauft, von denen jeder 12,65 Euro pro Woche kostet. „Damit werden die saisonalen Kosten auf alle 40 Anteilseigner verteilt.“ Das ökologisch angebaute und erntefrische Gemüse werde dann von Mitte Mai bis Mitte November zweimal pro Woche in einem zentral gelegenen Lagerraum in Hebenshausen zur Abholung bereit gestellt.

Für die Gärtner berge dieses Konzept einen großen Vorteil: „Wir erhalten eine garantierte Abnahme und Planungssicherheit.“ Die Anteilseigner erhalten im Gegenzug Zugriff auf die gesamte Ernte. „Es ist unser Anliegen, im Anbau und in den Kosten eine vollständige Transparenz zu bieten“, sagt Jan Henrik Cors. Damit wüssten alle Beteiligten immer genau, was, wie und von wem die Lebensmittel angebaut würden. „Das Projekt befindet sich erst im

Aufbau, stößt aber bereits auf reges Interesse“, so Cors. Derzeit seien 20 Anteile verkauft. „Wir gehen aber davon aus, dass bis zur ersten Ernte in etwa drei Wochen auch die übrigen 20 Anteile vergeben sein werden.“ (per) Info: Tel. 0 55 04/9 37 49 86 oder im Internet unter www.dorfgarten.org.

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