Wenn jede Sekunde zählt: Drei Defis jetzt in Ringgau

In Netra, Lüderbach und Röhrda gibt es öffentlich zugängliche Defibrillatoren für Laien

Übergabe von Defibrillatoren im Ringgau: (von links) Marc Semmel (Sparkasse WM), Landrat Stefan Reuß, Stefan Hartung, (Förderverein Netra), Harald Deubener (Förderverein Röhrda), Bürgermeister Mario Hartmann, Ramona Brenk (Ortsvorsteherin Lüderbach) und Jürgen Fey (Förderverein Netra).
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Übergabe von Defibrillatoren im Ringgau: (von links) Marc Semmel (Sparkasse WM), Landrat Stefan Reuß, Stefan Hartung, (Förderverein Netra), Harald Deubener (Förderverein Röhrda), Bürgermeister Mario Hartmann, Ramona Brenk (Ortsvorsteherin Lüderbach) und Jürgen Fey (Förderverein Netra).

Die Gemeinde Ringgau ist jetzt mit drei Defibrillatoren ausgestattet. Diese befinden sich in für jedermann zugänglich in Netra, Lüderbach und Röhrda.

Ringgau – Plötzlich bricht ein Mensch zusammen und befindet sich in einer offensichtlich lebensbedrohlichen Situation. Dann ist Engagement als Ersthelfer gefragt, um das Leben des Patienten zu retten, weil hier jede Sekunde zählt. Ein Defibrillator kann in so einer Situation einen Patienten mit Herzstillstand oder Kammerflimmern wieder ins Leben zurückholen – wenn erreichbar und am besten für alle verfügbar.

Für jedermann öffentlich zugänglich, um im Notfall schnell Erste Hilfe leisten und Leben retten zu können, gibt es in der Gemeinde Ringgau jetzt drei Defibrillatoren. Sie befinden sich in Netra am Eingang der Gemeindeverwaltung, am Dorfgemeinschaftshaus in Lüderbach sowie in Röhrda an der Wilhelm-Schellhase-Halle.

Für jeden Laien zu verstehen

Mit dem medizinischen Notfallgerät kann auch jeder medizinische Laie im Fall eines Herz- oder Kreislaufstillstandes, lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen oder Kammerflimmern helfen.

Am vorigen Mittwoch wurden die drei Geräte von der Sparkassen-Stiftung Werra-Meißner, die sie gestiftet hat, offiziell an die Gemeinde übergeben. Einen Antrag an die Stiftung hatten der Förderverein Netra, der Förderverein Röhrda sowie der Ortsbeirat von Lüderbach an die Stiftung gestellt.

„Wichtig bei den Defibrillatoren ist, dass alle drei Geräte für jedermann zugänglich sind. Daher hängen sie im Außenbereich und sind mit jeweils einer Heizung versehen, damit die Akkus auch bei Temperaturen unter null Grad Celsius funktionieren“, so Ringgaus Bürgermeister Mario Hartmann. Das Unternehmen, von dem die im Notfall lebensrettenden Geräte bezogen wurden, könne zu Schulungszwecken auch separate Schulungsdefibrillatoren zur Verfügung stellen, damit bei Erste-Hilfe-Lehrgängen gleich mit dem Gerätetyp geübt werden kann. Diese Schulungen, so Bürgermeister Hartmann, sollen nach der Pandemie wieder angeboten werden.

Doch im Prinzip sind die externen Defibrillatoren so, dass jeder sie bedienen kann. Denn das Gerät gibt Audioanweisungen, denen der Ersthelfer einfach nur folgen muss.

Das Gerät, das mit gezielten Stromstößen arbeitet, erkennt selbst, was notwendig ist und gibt die entsprechenden Hinweise.

Dennoch ist es besser, wenn zwei Personen bei der Reanimation zugegen sind. Denn bis die Elektroden an den Körper des Patienten angeschlossen sind, sollte jemand eine Herzdruckmassage durchführen und den medizinischen Notruf betätigen, um professionelle Hilfe zu holen.  Stefanie Salzmann

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