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So verhalten sich die Menschen im Werra-Meißner-Kreis derzeit beim Einkaufen

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Schwarze FFP2-Maske liegt vor bunten Blumen in Eschweger Innenstadt
Die Maskenpflicht wurde aufgehoben: Damit ist das Tragen einer Maske beim Einkauf beispielsweise freiwillig. Lediglich an Orten wie Altenheimen oder Krankenhäusern besteht die Test- und Maskenpflicht weiterhin. © Marius Gogolla

Am Samstag ist die Maskenpflicht im Einzelhandel gefallen. Wir haben einen Blick in die Supermärkte geworfen, ob die Menschen im Werra-Meißner-Kreis trotzdem noch Maske tragen.

Werra-Meißner – Bei allen Supermärkten in Eschwege zeigt sich ein ähnliches Bild: Menschen, die sich vor dem Betreten der Läden eine Maske über Mund und Nase ziehen. Und das, obwohl die Maskenpflicht im Einzelhandel seit dem vergangenen Samstag nicht mehr besteht. Zwar wird das Tragen der Maske empfohlen, ist aber nicht mehr verpflichtend.

Eine Mitarbeiterin von Edeka Zeuch in Eschwege bestätigte, dass ein Großteil der Kunden weiterhin eine Maske beim Einkaufen trage. „95 Prozent unserer Kunden zieht die Maske freiwillig auf“, berichtet sie. Sowohl medizinische als auch FFP2-Masken. Die Entscheidung liege bei jedem selbst. „Wir machen nicht von unserem Hausrecht Gebrauch. Aber man sieht, dass die Menschen bereit sind, weiterhin Vorsicht walten zu lassen.“

Maskenpflicht: Kunden sehen sich in Verantwortung

Viele der befragten Kunden sehen sich gegenüber anderen Menschen in der Verantwortung. So erzählt eine Kundin des Edeka-Markts in Eschwege, dass sie die Maske trage, um diejenigen zu schützen, die durch die Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus besonders gefährdet seien. Darunter fielen zum Beispiel ältere oder vorerkrankte Menschen: „Da ich in der Altenpflege arbeite, bin ich mir darüber bewusst, dass es wichtig ist, nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen um einen herum zu schützen.“ Die Rücksichtnahme gegenüber anderen war für fast alle Befragten maßgebend.

Ebenso sei der Schutz der eigenen Gesundheit ein wichtiger Faktor, der die Menschen an dem in den letzten zwei Jahren alltäglich gewordenen Tragen einer Maske beim Einkaufen festhalten lässt. Frank Bewersdorff, ein Kunde des Tegut-Markts in Eschwege, erklärt: „Meiner Meinung nach gibt es nichts Einfacheres, um sich und sein Umfeld vor einer Infektion zu schützen, als eine Maske beim Einkauf aufzuziehen. Das ist Verantwortung, die jeder tragen kann.“

Werra-Meißner-Kreis: Kunden schützen sich weiter mit Maske

Viele der Befragten sind der Meinung, dass die Maskenpflicht zu früh weggefallen sei. Ein Ehepaar aus Weißenborn, das im Aldi-Markt in der Dünzebacher Straße einkauft, spricht sich für eine Verlängerung des obligatorischen Tragens einer Maske beim Einkaufen aus. Zwar könne man auf die Verantwortung des Einzelnen setzen, eine allgemeingültige Regelung sei aber zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoller. „Eine Maske zu tragen ist einfach“, sagt Brunhilde Pierau. „Dieser Schutz vor einer Infektion ist wichtig.“

Lediglich zwei der Befragten trugen keine Maske. Einer von ihnen, ein junger Mann, erzählte, dass er Asthma habe, wodurch ihm das Atmen unter der Maske schwerfalle. Ein anderer gab zu verlauten: „Nach zwei Jahren mit Maske will ich mal wieder ohne in einen Supermarkt. Ich mache das einfach fürs Gefühl.“

Vor beinahe genau zwei Jahren, am 29. April 2020, wurde die Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und den Einkauf von der Bundesregierung für alle Bundesländer festgelegt. Zu Anfangstagen der Pandemie waren noch einfache Stoffmasken erlaubt. Das änderte sich zunehmend, da das Infektionsgeschehen immer größere Ausmaße annahm. Später war das Tragen von medizinischen und FFP2-Masken vorgeschrieben.

Von Marius Gogolla

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