Werra-Meißner: Gymnasium weiter beliebt

Viele Schüler im Werra-Meißner-Kreis streben höheren Schulabschluss an

Das Schulgebäude mit einem Teil des Schulhofes  der Johannisbergschule in Witzenhausen
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Laut Schulleiter Andreas Hilmes wurden 46 Kinder in die gymnasiale Eingangsstufe der Witzenhäuser Johannisbergschule aufgenommen, 56 im Haupt- und Realschulgang.

Der Wunsch von Eltern, dass Kinder von der Grundschule in die gymnasiale Einstiegsstufe wechseln, ist weiterhin hoch. 2021 besuchen 308 von 836 neuen Fünftklässlern das Gymnasium.

Werra-Meißner – Das teilt Jürgen Krompholz, stellvertretender Schulleiter des Staatlichen Schulamtes auf Anfrage mit. 2020 waren es 317 von 872.

In der Valentin-Traudt-Schule Großalmerode (VTS) besuchen in diesem Jahr 48 Schüler die fünfte Klasse des Gymnasialzweigs, berichten die Stufenleiterinnen Verena Vierke und Maria Gries. Im vergangenen Jahr waren es 35. Angesichts der Anzahl der neuen Fünftklässler mussten an der VTS keine besonderen Maßnahmen getroffen werden – auch an den anderen Schulen mussten aufgrund der angemeldeten Schülerzahlen keine zusätzlichen Extra-Klassen eingerichtet werden.

Wohl aber wegen der Corona-Pandemie: Wie die pädagogische Leiterin der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege, Andrea Swoboda, berichtet, wurden dort die einzelnen fünften Klassen coronabedingt gestaffelt aufgenommen. Hier gibt es 86 neue Fünftklässler (2020: 85).

Aus Hessisch Lichtenau berichtet Schulleiter Björn Faupel: „Die Freiherr-vom-Stein-Schule ist als kooperative Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe derart aufgebaut, dass es kein Problem darstellt, mehr Schüler zu beschulen.“ 77 neue Fünftklässler hat der Gymnasialzweig, 2020 waren es 63.

Laut Schulleiter Andreas Hilmes wurden 46 Kinder in die gymnasiale Eingangsstufe der Witzenhäuser Johannisbergschule aufgenommen, 56 im Haupt- und Realschulgang. Ungewöhnlich sei das vergangene Jahr mit 62 Kinder im Gymnasialzweig gewesen und nur 43 in der Haupt- und Realschule. Normalerweise besuchten etwas mehr als die Hälfte der Kinder letzteren Zweig.

Die Brüder-Grimm-Schule in Eschwege hat laut Krompholz 22 neue Fünftklässler im Gymnasialzweig und die Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf 50.

Zwei Schulen im Kreis können bei der Aufstellung nicht berücksichtigt werden. Die Adam-von-Trott-Schule in Sontra hat keine Eingangsstufen, sondern die klassische Förderstufe, bei der die Schüler erst zur siebten Klasse in die drei Bereiche Gymnasium, Realschule und Hauptschule wechseln, berichtet Schulleiterin Susanne Herrmann-Borchert.

In der Anne-Frank-Schule in Eschwege – eine Integrierte Gesamtschule – lernen die Schüler laut Krompholz gemeinsam bis zum Ende der achten Klasse. (Von Nicole Demmer)

Jedes Kind besucht seine Wunschschule

Jedes Kind kann seine Wunschschule besuchen, es mussten keine Schülerlenkungen durchgeführt werden, berichtet der stellvertretende Schulamtsleiter Jürgen Krompholz. Daraus lässt sich schließen: Im Werra-Meißner-Kreis ist die Bildungslandschaft gut ausgestattet, sodass nicht einzelne Schulen bevorzugt werden. Ganz anders sieht dies in Kassel aus: Hier können von 3530 neuen Gymnasiasten in der fünften Klasse nur 3324 die Schule ihres Erstwunsches besuchen.

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