„Längst in der Klimakrise angekommen“

Photovoltaik, Energie sparen und umweltfreundliche Mobilität: Holger Schülbe ist neuer Klimaschutzmanager

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Photovoltaik, holzige Biomasse, Mehrwegbecher: Dr. Rainer Wallmann (Mitte) stellt Holger Schülbe vor, der von Gabriele Maxisch unterstützt wird.

Holger Schülbe heißt der neue Klimaschutzmanager des Werra-Meißner-Kreises. Dr. Rainer Wallmann stellte den 47-jährigen Elektroingenieur gestern in Eschwege vor.

Der Erste Kreisbeigeordnete und Umweltdezernent unterstrich die Bedeutung der Bemühungen um den Klimaschutz. „Wir sind nicht mehr nur im Klimawandel, wir sind längst in der Klimakrise angekommen“, so Dr. Wallmann, „die Dringlichkeit ist extrem.“

Schülbe ist bereits der dritte Klimaschutzmanager, den der Kreis seit 2014 beschäftigt. Er wird dabei von Gabriele Maxisch unterstützt, die darüber hinaus weiterhin auch Abfallberaterin des Kreises ist. Klimaschutz sei ein „Querschnittthema“, spiele in alle Bereiche hinein, beschrieb Dr. Wallmann die Aufgabe. Die energetische Quartierssanierung, die Umsetzung der Verwertung holziger Biomasse und Öffentlichkeitsarbeit nannte der Umweltdezernent als Beispiele.

Schülbe stammt aus Abterode und lebt auch in dem Meißner Ortsteil. Er studierte Elektrotechnik in Hannover, war in mehreren Tätigkeiten schwerpunktmäßig mit energieeffizienter Wärmeerzeugung, Klimaschutz und regenerativen Energien befasst. Dabei habe er in erster Linie Unternehmen beraten. Beratung wird für den Klimaschutzmanager auch im Werra-Meißner-Kreis eine große Rolle spielen. 

Millionen-Budget für energetische Quartierssanierungen

Mit einem Millionen-Budget wird die energetische Quartierssanierung in sechs Kommunen im Kreis – Eschwege, Meißner, Ringgau, Herleshausen, Witzenhausen und Großalmerode – vorangetrieben. „Man kann im Kreis noch mehr machen“, sagte Schülbe: Energiegewinnung mit Photovoltaikanlagen voranbringen, Energieeinsparung, Mobilität. Mit den lediglich eineinhalb Stellen in diesem Bereich könne der Kreis allerdings nur in begrenztem Umfang beraten und suche deswegen die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, so Dr. Wallmann.

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